Belgrad gedenkt des Beginns der NATO-Luftangriffe
- Etwa 2.000 Zivilisten kamen 1999 ums Leben

Serbien-Montenegro gedenkt heute des vierten Jahrestags des Beginns der NATO-Luftangriffe. Die Bombardements begannen am 24. März 1999. Zuvor waren alle Versuche der internationalen Vermittler gescheitert, den damaligen jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic zur Annahme des Kosovo-Friedensabkommens zu bewegen.
Während der 78-tägigen Luftangriffe wurden etwa 2.000 Zivilisten getötet. Zudem kamen etwa 1.000 Soldaten und Polizisten ums Leben. Heute steht die Provinz unter UNO-Verwaltung (UNMIK), ist allerdings offiziell Teil Serbien-Montenegros.
Jugoslawische Sicherheitskräfte hatten während der Luftangriffe etwa 800.000 Albaner vertrieben. Sie kehrten erst mit den einrückenden internationalen Truppen in ihre Häuser zurück. Gleichzeitig setzte die Fluchtwelle der Kosovo-Serben ein. Etwa 150.000 flüchteten nach Serbien und Montenegro. Nur ganz wenige sind bisher in ihre Heimat zurückgekehrt. Der ermordete serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic wurde noch kurz vor seinem Tod von der internationalen Staatengemeinschaft kritisiert, als er sich für eine möglichst rasche Lösung des Kosovo-Status einsetzte. Sein Tod hat die angekündigten ersten Gespräche zwischen Belgrad und Pristina aufgeschoben.
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