Samstag, 22. März 2003

Dutzende Tote nach Stammeskämpfen im Nigerdelta

  • Hunderte im Süden Nigerias auf der Flucht

Dutzende von Zivilisten und zehn Soldaten sind bei Kämpfen zwischen rivalisierenden Stämmen und der Armee im Süden Nigerias bis zum Samstag ums Leben gekommen. Sprecher örtlicher Behörden berichteten, Hunderte von Dorfbewohnern seien vor den brutalen Ausschreitungen zwischen Angehörigen der Stämme der Ijaw und der Itsekiri südlich der Hafenstadt Warri geflohen.

Soldaten brannten nach offiziellen Angaben mehrere Dörfer nieder.

Präsident Olusegun Obasanjo hatte in der vergangenen Woche rund 1000 Soldaten in die Unruheregion entsandt. Die Ölkonzerne Shell und Chevron Texaco schlossen vorübergehend mehrere Förderanlagen und brachten ihre Mitarbeiter in Sicherheit. Die Einbußen machen rund 13 Prozent der täglich geförderten Menge Rohöls in dem westafrikanischen Staat aus.

22.3.2003 12:35