Erste "Hercules"-Maschine des Bundesheeres in Dienst
- Festakt am Flughafen Linz-Hörsching
- 35 Jahre alte Flugzeuge sollen noch 25 Jahre fliegen
·"Hercules"
Seit fast 50 Jahren weltweit im Einsatz
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Durchklicken: Das ist der europäische Kampfjet
Die erste von drei C 130 "Hercules"-Transportmaschinen des Bundesheeres ist am Freitag mit einem Festakt am Fliegerhorst Vogler in Linz-Hörsching offiziell in Dienst gestellt worden. Verteidigungsminister Günther Platter (VP) sprach von einem "großen Tag" für das Bundesheer und einer "neuen Ära im Bereich der österreichischen Luftstreitkräfte". Ein klares Bekenntnis legte Platter ein weiteres Mal zum nächsten anstehenden Beschaffungsprojekt des Bundesheeres, dem Eurofighter ab.
Die 35 Jahre alten Maschinen sind aus britischen Beständen um 40 Millionen Euro angekauft worden. In diesem Preis enthalten ist auch eine Generalüberholung und technische Erneuerung, die einen Betrieb für weitere zumindest 25 Jahre sicherstellen sollen. Stationiert werden die Maschinen am Fliegerhorst Vogler in Hörsching.
Zu den Aufgaben der Maschinen zählt die Versorgung der österreichischen Einheiten im Auslandseinsatz, etwa im Kosovo. Dafür musste das Bundesheer bisher auf geleaste Flugzeuge zurück greifen. Die neuen Maschinen sollen in Ernstfällen aber auch für die Evakuierung von Österreichern aus Krisengebieten zur Verfügung stehen. In weiterer Zukunft ist daran gedacht, die "Hercules" in einen europäischen Transport-Pool einzubringen. Die beiden weiteren Flugzeuge sollen im Juli bzw. im Herbst nach Österreich geliefert werden.
Generalmajor Erich Wolf, Kommandant der Luftstreitkräfte, betonte, dass angesichts des internationalen Engagements Autarkie im Transportbereich unbedingt notwendig sei. Dies gelte für Friedens- und humanitäre Einsätze. Er verwies auch darauf, dass es bereits seit 1995 ein Pflichtenheft für ein Transportsystem gegeben habe, damals habe aber der politische Wille gefehlt. Rund um den Jahreswechsel 2001/2002 habe sich die Möglichkeit geboten, die Anschaffung durchzuziehen. Seither habe man "mit voller Kraft" an dem Projekt gearbeitet.
Mit dem Betrieb der "Hercules" betritt das Bundesheer Neuland, so Wolf. Es handle sich um ein komplexes System, mit einem Mal sei man nun auch mit Aufgaben wie Passagier- und Zollabfertigung konfrontiert. Die Versorgung etwa des österreichischen Kontingents im Kosovo werde rasch möglich sein. Bis das System aber voll einsatzfähig ist und die neuen Flugzeuge für weltweite Transportaufgaben eingesetzt werden können, werde es ein bis zwei Jahre dauern, so Major Krasser vom Kommando Luftstreitkräfte.
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