Seilbahn-Defekt auf der Planai
- 150 Skifahrer hingen in der Luft - Bergung mit Hubschraubern!

Auf der Planai im steirischen Schladming hatte ein Seilbahn-Defekt am Montag weit reichende Auswirkungen: Etwa 150 Skifahrer hingen nach einem Defekt an einer Sesselbahn buchstäblich in der Luft. Ein Sprecher der Planai-Bahnen teilte mit, dass die Bergung mit drei Hubschraubern bzw. mit Alpingendarmerie, Bergrettung und dem Liftpersonal gegen 13.00 Uhr abgeschlossen gewesen sei. Es gab keine Verletzten. Eine Technikkommission soll den genauen Schadenshergang klären.
Grund für die missliche Lage der Skifahrer war laut Planai-Bahnen-Sprecher Ernst Trummer ein Lagerschaden an der Antriebsscheibe. Das technische Gebrechen der aus dem Jahr 1980 stammenden Bahn habe sich gegen 10.15 Uhr ereignet, die Rettungsmaßnahmen seien schon eine Viertelstunde später angelaufen. Die Bahn wurde erst heuer technisch überprüft, solch ein Schaden sei "äußerst selten" und nicht vorhersehbar gewesen, hieß es.
Das Liftpersonal hatte zusammen mit der Alpingendarmerie sowie der Bergrettung um 10.30 Uhr begonnen, die festsitzenden Skifahrer mittels Hubschraubern und einer speziellen Bergetechnik abzuseilen. Die Urlauber wurden dann mit Pistengeräten zu Tal bzw. zu den nächsten Skihütten gebracht. Gegen 13.15 Uhr war die gesamte Bergeaktion abgeschlossen. "Es hat zu keiner Zeit Gefahr für die Skigäste bestanden", erklärte Trummer gegenüber der APA. Ursprünglich war man von rund 70 Skifahrern ausgegangen, die auf der Dreiersesselbahn in drei bis acht Meter Höhe festsaßen.
Im Einsatz standen ein Helikopter des Innenministeriums, einer des ÖAMTC sowie ein Hubschrauber einer privaten Firma. Bei dem defekten Lift handelt es sich um den so genannten Planai-Dreier-Sessellift bei der Mittelstation in der Nähe der Gondelbahn. Es ist dies laut Trummer ein kuppelbarer Sessellift. "Es hat keine Krisenstimmung geherrscht", erklärte der Sprecher: "Manche Gäste sind nachher auch sofort wieder Skifahren gegangen." Man habe den Gästen, die das wünschten, "selbstverständlich" das Geld für die Skipässe zurück erstattet. Außerdem seien alle Skihändler der Umgebung verständigt worden, dass für eventuelle Schäden an Ski und Bindungen die Planai-Bahnen aufkämen.
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