Donnerstag, 13. März 2003

Vorsicht: Siemens-Handys per SMS "abschießbar"

  • Firmware-Update als Abhilfe
  • Gefahr für: A50, C55, M35, M45, M50, MT50, S35i, S55

Im Internet kursierten vergangene Woche Gerüchte, dass viele Siemens-Handys per SMS "abgeschossen" werden können. Durch SMS mit bestimmten Inhalten können die Geräte entweder vollkommen deaktiviert oder mehrere Minuten lang blockiert werden. Eine Veröffentlichung des Bugs ist bei Security Focus nachzulesen. Als Abhilfe wird ein Firmware-Update empfohlen.

Betroffen sind demnach die Siemens-Handys A50, C55, M35, M45, M50, MT50, S35i und S55. Teilweise betroffen sind Geräte der Reihen SL42, SL42i und S45. Somit ist fast die gesamte aktuelle GSM-Produktpalette des deutschen Konzerns in Mitleidenschaft gezogen.

Gefahr durch bestimmte Zeichenfolge
Wenn User eine eingetroffene SMS-Nachricht, die aus bestimmten Zeichenfolgen besteht, öffnen, hängen sich manche Modelle komplett auf. Sie können erst nach Entfernen des Akkus aus dem Gerät neu gestartet werden – es handelt sich also um eine Denial-of-Service-Attacke. Andere blockieren für etwa zwei Minuten und verbrauchen in dieser Phase viel Strom – durch fünf bis acht solcher Nachrichten kann Meldungen zu Folge eine ganze Akkuladung verbraucht werden, da Benutzer vor dem Öffnen einer Nachricht deren Inhalt ja nicht erkennen können. Bei manchen Geräten kann die "Denkpause" des Gerätes durch längeres Drücken der "Auflegen"-Taste abgebrochen werden.

Firmware-Update als Download
Michael Stenberg, Pressesprecher von Siemens mobile, bestätigte, dass derartige Fehler in frühen Versionen von Geräten der 35er- und 45er-Serie bekannt seien, wofür es unter www.my-siemens.com auch Firmware-Updates zum Download gebe. "Dass die Probleme auch in den 50er-Serien auftreten, ist uns neu", so Sternberg. (pte/red)

Weitere Informationen:

  • Siemens-Website

    13.3.2003 15:23