Donnerstag, 13. März 2003

Europas Mobilfunkmarkt 2003 hinter den Erwartungen

  • Unternehmen zeigen sich von Lösungen enttäuscht
  • MMS soll erst 2004 abheben - SMS und WAP weiterhin top

Die Zeiten des explosiven Wachstums am Mobilfunksektor sind vorbei. Auch 2003 wird der europäische Mobilfunkmarkt hinter den Erwartungen zurückbleiben. Zwei Drittel der europäischen Unternehmen hätten bereits mobile Lösungen getestet, nur die wenigsten hätten aber bisher davon profitiert, so das Beratungsunternehmen Deloitte Consulting in einer Studie. Auch in Österreich seien viele Unternehmen bereits von mobilen Diensten enttäuscht worden.

An einen von vielen durch GPRS und UMTS erwarteten Ansturm auf mobile Geschäftsanwendungen glaubt Deloitte nicht. Dennoch gebe es aber auch positive Entwicklungen. "Wir erwarten, dass Mobilfunkbetreiber verstärkt Partnerschaften sowohl mit Hardware- als auch mit Content-Herstellern eingehen werden, um im nächsten Anlauf den Durchbruch zu schaffen", so Helmut Kern, Managing Director von Deloitte Consulting Österreich.

Auch den schnellen Erfolg von Multimedia-Messages (MMS), dem Versenden von Bildern über das Handy, zweifelt Deloitte Consulting an. "Konsumenten werden diesen Dienst erst bei einer größeren Verbreitung von MMS-fähigen Handys, die erst für 2004 erwartet wird, wirklich annehmen", so der Berater. Stattdessen wird seiner Meinung nach der "Oldie" SMS weiterhin boomen und "sogar das totgesagte WAP" auf Grund verbesserter Produkte wieder auferstehen.

Weitere Informationen:

  • Deloitte Consulting-Website

    13.3.2003 14:25