5,9 Mio. US-$: "Niedriges" Gehalt für neuen IBM-Chef
- Palmisano verdient nur die Hälfte seines Vorgängers
Der seit 1. März des Vorjahres amtierende neue IBM-Chef Samuel J. Palmisano bekommt nun auch die Hightech-Krise zu spüren und hat im Vorjahr deutlich weniger verdient als sein legendärer Vorgänger Louis V. Gerstner. Wie das Wall Street Journal berichtet, musste sich der Big-Blue-CEO 2002 mit einem Gehalt inklusive Bonus von 5,9 Mio. Dollar "begnügen."
Das war nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was Palmisanos Vorgänger Gerstner noch im Jahr 2001 eingestreift hatte. Dieser konnte sich in seinem letzten vollen Amtsjahr über ein Gehalt von rund zehn Mio. Dollar freuen.
2002: Horror-Jahr für IBM
Palmisano erhält damit die Quittung für das seit zehn Jahren schlechteste Geschäftsjahr für IBM. Im Vorjahr hatte der Konzern einen über 50-prozentigen Gewinnrückgang hinnehmen müssen und rund 15.000 Beschäftigte abgebaut. Darüber hinaus hatte Big Blue die Festplattensparte verkauft und andererseits Akquisitionen im Bereich Service und Software getätigt, die sich vorerst ebenfalls negativ auf das Ergebnis ausgewirkt haben.
Aktienoptionen & Bonuszahlungen
Bei den Aktienoptionen muss sich Palmisano gegenüber seinem Vorgänger ebenfalls bescheiden: Palmisano hält bisher Optionen in der Höhe von 21 Mio. Dollar, während Gerstner, allerdings während eines längeren Zeitraums, auf ausübbare Aktienoptionen in der Höhe von 147,6 Mio. Dollar gekommen ist. Auch bei den Bonuszahlungen wird Palmisano – in diesem Fall freiwillig – zurückstecken: Für das laufende Geschäftsjahr hat er selbst vorgeschlagen, dem CEO zustehende potenzielle Bonuszahlungen einem neuen Pool für die Top-20-Manager unter ihm zuzuführen. (pte/red)
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