Vobis will durch Versandhandel wachsen
- Order-Terminals für Berlin und andere Großstädte geplant
Die Computer-Handelskette Vobis will mit neuen Bestell-Terminals in Einkaufszentren das Wachstum ihres Versandhandels weiter ausbauen. "Wir machen heute bereits rund zehn Prozent unseres Umsatzes mit dem Internet-Handel und Teleshopping", sagte Vorstandschef Jürgen Rakow. "Mit den Terminals wollen wir auch die Kunden erreichen, die sich bisher gar nicht oder nur ungern mit dem Einkaufen beschäftigt haben."
Bei den "Vobis info & order Terminals", die wie ein kleiner Eisenbahnwagen aussehen, begleiten Berater die Kunden beim Zusammenstellen einer Online-Bestellung aus dem insgesamt 30.000 Artikel umfassenden Vobis-Sortiment. Außerdem werden hier ausgewählte Produkte vorgeführt. Vobis will zunächst fünf Terminals in Berlin und anderen deutschen Großstädten installieren. "Wenn der Funke überspringt, werden wir bundesweit solche Terminals aufstellen", sagte Rakow.
Zukunftspläne
Rakow hatte 1999 zusammen mit Jürgen Bachmann die Führung der damals angeschlagenen Vobis Microcomputer AG übernommen und eine mehrjährige Sanierung eingeleitet. Inzwischen betreibt Vobis wieder wie 1999 rund 250 Standorte. Dies sind rund 70 Superstores, 70 Filialen und 90 kleinere Standorte ("Shop-in-Shop"). Die Zahl der Superstores will Rakow in den kommenden Jahren bis auf rund 100 ausbauen, die Filialen auf 50 Standorte reduzieren. Beim Shop-in-Shop plant Vobis ein kräftiges Wachstum auf 300 Standorte. Derzeit beschäftigt Vobis nach Angaben von Rakow rund 1.500 Mitarbeiter.
Impulse durch digitale Bildbearbeitung
Wachstumsimpluse erhofft sich der Vobis-Chef vor allem von der digitalen Bildbearbeitung. "Nach dem Internet treiben nun Digitalkameras und digitale Camcorder die Entwicklung voran." Vobis habe deshalb neben Computern und traditonellen Monitoren auch TV-Apparate und andere Geräte der Unterhaltungselektronik mit in sein Programm aufgenommen.
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