Donnerstag, 13. März 2003

GB: Polizei geht gegen Kinderpornografie im Web vor

  • Scotland Yard gibt 43 Festnahmen bei Razzia bekannt

Mit einer groß angelegten Polizeiaktion sind die britischen Behörden erneut gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet vorgegangen. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gab Scotland Yard die Festnahme von 43 Männern bekannt.

Sie stünden im Verdacht, Bilder von Kindesmissbrauch aus dem Internet heruntergeladen und zum Teil weiter verbreitet zu haben. Die Festnahmen sind Teil der von den USA angeführten Fahndungsaktion "Operation Ore" ("Operation Erz"), bei der im Jänner bereits der Rock-Musiker Pete Townshend ins Visier der Ermittler geriet.

Aktion als "Warnung" zu verstehen
Bei der Razzia in London stellten die etwa 350 beteiligten Polizisten laut Scotland Yard zahlreiche Computer sicher. Die Aktion sei eine "Warnung" an diejenigen, die bisher glaubten, sie könnten sich im Internet anonym Zugang zu eindeutigen Bildern von Minderjährigen verschaffen, sagte ein Polizeisprecher.

Liste mit 7.000 Verdächtigen
Grundlage für die Festnahmen war eine Liste mit mehr 7.000 Verdächtigen, die die US-Behörden der britischen Polizei als Teil der grenzübergreifenden "Operation Ore" übergeben hatten. Die darin verzeichneten Männer sollen mittels Kreditkarte kostenpflichtige Internet-Seiten mit pädophilen Inhalten aufgerufen haben. Im Zuge der Aktion wurden in Großbritannien bislang mehr als 1.600 Verdächtige in Gewahrsam genommen.

13.3.2003 13:31