Goldgrube eBay auf der Suche nach neuen Kunden
- Auktionshaus will verstärkt Profi-Händler anlocken
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Die besten BILDER der CeBIT 2003
·Internetboom
Umsatzsteigerung um 42 Prozent
·Desinteresse
CeBIT kommt nur langsam in Fahrt
·Internet-Sucht
Bis zu einer Million Deutsche betroffen
Bei eBay fällt der virtuelle Hammer rund um die Uhr: Alle 30 Sekunden wechselt über das Internet-Auktionshaus ein Handy den Besitzer, jede zweite Minute wird online ein Computer gehandelt. Der 1995 in den USA gestartete Marktplatz hat sich trotz der Internet-Krise zu einer weltweiten Erfolgsstory entwickelt. Auch in Deutschland genießt eBay bei monatlich 12 Millionen Nutzern inzwischen Kultstatus. Doch der profitable E-Commerce-Dienst befindet sich im Wandel.
Noch sind 95 Prozent der eBay-Gemeinde Privatleute. Jetzt kündigte das Unternehmen auf der CeBIT an, auf der Suche nach mehr Wachstum kleine und mittelständische Fachhändler ansprechen zu wollen. "Was als Börse für private Nutzer begann, hat sich längst zum Marktplatz für professionelle Händler entwickelt, die bei uns online Neuheiten oder Restposten einstellen", sagt Deutschland-Chef Philipp Justus.
Für den krisengeplagten Einzelhandel könne sich eBay zu einem lukrativen zusätzlichen Absatzkanal entwickeln. Händler könnten sich für relativ wenig Geld den ruinösen Rabattkämpfen im Einzelhandel entziehen. "Die vom Startpreis abhängige Angebotsgebühr beträgt zwischen 0,25 und 2,40 Euro. Das ist weniger als eine Kleinanzeige in einer Lokalzeitung", wirbt Justus. Dazu komme noch eine Provision von 1,5 bis 4 Prozent des Verkaufspreises.
Sicherheit soll groß geschrieben werden
Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) begrüßt die eBay-Initiative. "Viele kleine Händler verkaufen über eBay inzwischen deutlich mehr als in ihren ursprünglichen Läden", berichtet HDE- Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Ärgerlich sei aber, dass einzelne schwarze Schafe Produkte ohne Mehrwertsteuer anböten und damit den Wettbewerb verzerrten.
Zudem kommt es in Einzelfällen immer wieder zu Betrugsfällen. Mal legt ein Verkäufer einen gutgläubigen Kunden mit einem kaputten Handy herein, dann steckt ein Ziegelstein statt des Foto-Apparats im Paket. eBay kennt die Ruf gefährdenden Vorwürfe und bekräftigte auf der CeBIT, alles für die Sicherheit des Online-Portals zu tun. Bei einem Warenwert von über 200 Euro haben Käufer inzwischen die Möglichkeit, den ausgehandelten Kaufpreis zunächst auf ein Treuhandkonto zu überweisen. Erst wenn die Ware komplett und fehlerfrei zu Hause angekommen ist, erhält der Verkäufer das Geld gutgeschrieben.
eBay schreibt schwarze Zahlen
Die große Mehrzahl der Transaktionen läuft einwandfrei ab. Für den Dienstleister ein lukratives Geschäft. Allein im vierten Quartal 2002 wurden bei eBay Deutschland Waren im Gesamtverkaufswert von etwa einer Mrd. Euro gehandelt. Weltweit setzte das Unternehmen 2002 rund 1,2 Mrd. Euro um. In der Kasse blieb ein Gewinn von einer Viertelmilliarde. Auch 2003 sei gut angelaufen: "Wir schreiben schwarze Zahlen", sagt Justus.
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