Mittwoch, 12. März 2003

Kabellos Surfen via "Wi-Fi" wird immer beliebter

  • Wi-Fi-Technologie keine Konkurrenz zu UMTS oder Bluetooth
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Der kabellose Internet-Zugang auf Flughäfen und an anderen öffentlichen Standorten gewinnt weltweit an Beliebtheit. "Die Technologie Wi-Fi (Wireless Fidelity) wächst rasant, und noch mehr Wachstum liegt vor uns", sagte Andrea Vocale, Sprecherin des Branchenverbands Wi-Fi Alliance, auf der Computermesse CeBIT in Hannover.

Die Wi-Fi-Technologie, darunter versteht man Wi-Fi-zertifiziete Wireless LAN (WLAN)-Produkte, solle nicht als Konkurrenz zum geplanten Mobilfunk-Standard UMTS oder der ebenfalls drahtlosen Bluetooth-Technik verstanden werden, betonte die Managerin des Internet-Ausrüsters Cisco. "Jede dieser Technologien hat ihre eigenen Merkmale. Für den Nutzer muss das kein Nachteil sein. Ein zufriedener Wi-Fi-Anwender möchte auch ein zufriedener UMTS-Anwender sein."

Weltweit 6.000 Knotenpunkte
Weltweit gab es Ende des vergangenen Jahres nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner knapp 6.000 öffentliche Knotenpunkte ("Hotspots") zur Einwahl in ein drahtloses Funknetz, die meisten davon in den USA. In Deutschland sollen es nach Branchenangaben erst etwas mehr als 200 sein, die Zahlen sind aber derzeit noch schwer zu abzuschätzen. Der Umsatz mit WLAN-Produkten legte 2002 global um 38 Prozent auf 2,3 Mrd. Dollar zu. Im Jahr 2007 rechnet Gartner in Europa mit 23 Millionen Nutzern von Hotspots.

Reichweite auf 200 Meter beschränkt
Der zu Wi-Fi gehörige Industriestandard "IEEE 802.11b" nutzt Frequenzen, die Lizenz frei sind. Allerdings ist die Reichweite auf einen Umkreis von rund 200 Metern beschränkt. Wer in seiner Wohnung den Kabelsalat abschaffen und drahtlos im Internet surfen will, muss einige Hundert Euro für einen Wi-Fi-Anschluss investieren. Außerdem wird in der Regel eine Steckkarte für den Laptop oder PC benötigt.

Der fragmentierte Markt hat auch dazu geführt, dass die Preise und Abrechnungssysteme von einem Hotspot zum anderen völlig von einander abweichen können. Mancherorts ist das Surfen umsonst, auf der CeBIT verlangt die Messe hingegen 30 Euro pro Tag für die Nutzung des WLAN- Netzwerks.

Dennoch psychologische Hürden für User
Ein weiteres Problem ist die Sicherheit. Selbst wenn Hackern künftig die unerlaubte Einwahl in einen Knotenpunkt technisch verwehrt wird, bleiben psychologische Hürden bei potenziellen Nutzern, hieß es. Der 1999 gegründete Branchenverband Wi-Fi Alliance will daher mit einem Sicherheitszertifikat für mehr Vertrauen sorgen. Im Herbst 2003 soll auch der Nachfolger des derzeitigen Standards an den Start gehen, der die Geschwindigkeit der Datenübertragung von heute elf Megabit pro Sekunde verfünffachen wird.

Weitere Informationen:

  • CeBIT-Website

    12.3.2003 14:53