US-Friedensbewegung mobilisiert online gegen Krieg
- Appelle an Weißes Haus, Kongress und UNO-Sicherheitsrat
Nicht nur das Pentagon setzt auf technologische Überlegenheit, auch die Kriegsgegner in den USA bedienen sich der neuen Technologien und organisieren sich zunehmend online: Neuerdings wird der Protest von der Straße ins Internet verlegt. Beim "virtuellen Marsch auf Washington" einer Anti-Kriegs-Koalition der Gruppen "Moveon.org" und "WinWithoutWar" wurden im Februar nach Angaben der Organisatoren 85.000 Protest-Emails und -Faxe an das Weiße Haus und den Kongress geschickt.
Nun offerieren die beiden Organisationen einen Brief an den UNO-Sicherheitsrat, der online unterzeichnet werden kann: Darin wird gegen den Druck durch die US-Regierung auf die Vereinten Nationen zur Verabschiedung einer zweiten Irak-Resolution, die einen Angriff legitimieren sollte, protestiert.
Beteiligung mehrerer Anti-Kriegs-Plattformen
Protest-Emails können auch über die Homepage von "TrueMajority" ("Die Wahre Mehrheit"), einer Lobby-Vereinigung der Kriegsgegner in Washington, abgeschickt werden. Die Botschaft lautet, dass die USA auch ohne Krieg gegen den Irak gewinnen könnten, wenn sie nur die UNO-Waffeninspektoren ihre Arbeit vollenden ließe.
Die in New York angesiedelte Anti-Kriegsgruppe "Not In Our Name" ("Nicht in unserem Namen") informiert auch über den Zeitplan der nächsten Protest-Aktionen. Auf echte Demonstrationen wie in früheren Zeiten ohne Internet will die Friedensbewegung aber nicht verzichten: Für 15. März sind wieder Aktionen in der US-Hauptstadt Washington, in San Francisco und in Los Angeles geplant.
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