Montag, 10. März 2003

Salzburg: 67 Amtswege via Internet erledigen

  • Vorzeigeland beim E-Government

Das Land Salzburg hat sich beim E-Government zum Vorzeigeland in Österreich entwickelt. Bei 67 verschiedenen Verfahren müssen die Betroffenen nicht mehr persönlich den Weg zum Amt zurücklegen, sondern können ihre Anträge via Internet einreichen. Ab Ende 2003 wird sich der Bürger im digitalen Netz auch laufend über den Bearbeitungsstand seines Antrages informieren können.

Die Zeitschrift "e-media" nahm kürzlich Österreichs virtuelle Amtsstuben unter die Lupe und stellte dabei Salzburg das beste Zeugnis aus. Begonnen wurde das E-Government-Projekt im September 2001 mit zehn Formularen, mittlerweile sind es 67. Seit vergangenem Oktober können auch die anfallenden Gebühren durch den Antragsteller bequem von zu Hause aus via Internet bezahlt werden. Der Sicherheitsstandard SSL sorgt dabei dafür, dass persönliche Daten nicht in falsche Hände geraten.

Vorteile
"Es freut mich, dass Salzburgs Spitzenstellung über unsere Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wird", stellte Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger fest. "Die Behörde kann rund um die Uhr kontaktiert werden, die Kommunikation mit der Behörde ist schneller, einfacher und direkter. Das lange Suchen des zuständigen Bearbeiters entfällt", nennt er einige Vorteile.

Ausweitung auf andere Bundesländer
Da seitens der Industriellenvereinigung der Wunsch kam, die Salzburger E-Government-Lösung auch den anderen Bundesländern vorzustellen, wird Schausberger das Thema bei der nächsten Landeshauptleute-Konferenz einbringen.

Auszeichnungen
Auch die Stadt Salzburg machte im Bereich E-Government schon Schlagzeilen. Im Jahr 2000 erhielt sie für den "Akt 2000" den Speyer-Preis, eine Art "Verwaltungs-Oscar".

Weitere Informationen:

  • Land Salzburg-Website

    10.3.2003 09:21