Holender kritisiert Opernbespielung
des Theaters an der Wien
In einem Interview für die am Donnerstag erscheinende NEWS-Ausgabe übt Staatsoperndirektor Ioan Holender scharfe Kritik an den Plänen für die Opernbespielung des Theaters an der Wien. Anlass ist die Wiederaufnahme von Mozarts "Così fan tutte" an der Wiener Staatsoper. Die Produktion war ursprünglich im Theater an der Wien herausgekommen, wird von den Festwochen aber nicht weitergespielt.
Holender: "Übertragungen von einem ins andere Theater sind künstlerisch immer fragwürdig. Aber ich kann nicht die funktionierende Produktion eines wichtigen Werks wegwerfen. Die Wiener Festwochen wollten uns nicht, also spielen wir es in der Staatsoper. Alle Vorstellungen sind ausverkauft"
"Seltsame Behandlung"
Zu der heurigen Festwochen-Programmierung des Theaters an der Wien - "Aida" aus Graz und "Butterfly" aus Klagenfurt - sagt Holender: "Wenn Sie das für einen Spielplan halten, will ich Ihnen nichts entgegnen. Wie man uns seitens der Stadt behandelt, ist jedenfalls seltsam. Vielleicht sollten wir doch darauf kommen, dass auch Wien zu Österreich gehört und dass ein kulturpolitisches Zerwürfnis zwischen Bund und Stadt zwar für die Medien unterhaltsam, aber für den Konsumenten irrelevant ist."
Wie geht es nach Mozart-Jahr weiter?
Große Zweifel äußert der Staatsoperndirektor in NEWS an der Opernbespielung des Theaters nach dem Mozart-Jahr 2006, die nur 100 Vorstellungen im Jahr vorsieht: "Ich halte es für unvorstellbar, ein Haus so oft zuzusperren. Aber so geht es eben, wenn in einem Haus drei Herren - die Festwochen, der Klangbogen und noch jemand, der den Chef abgeben soll - das Sagen haben. Wie soll da eine Identität entstehen? Wie es nach dem Mozart-Jaher weitergehen soll, wissen vermutlich nicht einmal die Verantwortlichen."
Das ganze Interview lesen Sie im neuen NEWS!
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