Ab heute Abend Streiks bei französischer Bahn
- Starke Behinderungen vor allem bei TGVs zu erwarten
Die französischen Eisenbahner-Gewerkschaften haben für heute Abend (20.00 Uhr) zu einem Streik gegen die von der Europäischen Union geforderten Liberalisierungsmaßnahmen aufgerufen. Nach Gewerkschaftsangaben soll der Ausstand bis Mittwoch (8.00 Uhr) andauern.
Ein Sprecher der staatlichen Eisenbahngesellschaft (SNCF) sagte, er rechne damit, dass die Eurostar-Verbindungen zwischen Paris und London sowie die Thalys-Züge zwischen Paris und Brüssel normal verkehren würden. Bei den Hochgeschwindigkeitslinien des TGV seien aber starke Behinderungen zu erwarten.
Erst Anfang März Streiks in Deutschland
Erst Anfang März war es wegen eines Warnstreiks der Lokführer in Deutschland zu massiven Behinderungen gekommen. Im morgendlichen Berufsverkehr standen für 45 Minuten in vielen Städten alle Züge still. Das befürchtete Chaos auf dem gesamten Streckennetz blieb allerdings aus. Mit den Arbeitsniederlegungen wollte die Lokführergewerkschaft GDL Druck auf die Bahn-Führung machen, in den Tarifverhandlungen ein konkretes Angebot vorzulegen.
Dieser Druck scheint auch gewirkt zu haben. Am Samstag einigten sich die Deutsche Bahn (DB) und die Eisenbahnergewerkschaften Transnet und GDBA auf einen Tarifabschluss für rund 160.000 Beschäftigte. Nach Angaben von Transnet-Chef Norbert Hansen erhalten die Bahn-Bediensteten mit Ausnahme der Lokführer in diesem Jahr zweimal 200 Euro zusätzlich. Ab Mai 2004 steigen die Löhne und Gehälter dann um 3,2 Prozent. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 24 Monate.
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