OMV-Deal: 141 Avanti-Tankstellen aufgekauft
- In Österreich, Tschechien, Slowakei, Bulgarien 1.756 Stationen
- ÖAMTC befürchtet Preisanstieg beim Treibstoff
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Der börsennotierte Energiekonzern OMV (Wien) hat 141 Stationen des österreichischen Tankstellenunternehmens Avanti übernommen. Die OMV vergrößert dadurch ihr Tankstellennetz auf insgesamt 1.756 Stationen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der ÖAMTC befürchtet jetzt wegen des Konkurrenz-Ausfalls einen Preisanstieg beim Benzin.
Der Deal soll im 3. Quartal 2003 über die Bühne gehen. 109 der erworbenen Stationen befinden sich in Österreich, wo sich das OMV-Netz auf 626 Tankstellen vergrößert. Mit einem dadurch von 21 auf 24 Prozent steigenden Marktanteil liegt die OMV einen Prozentpunkt hinter dem Marktführer BP.
In Tschechien wächst die OMV-Tankstellenzahl durch die Übernahme von Avanti-Stationen um 11 auf 138, in der Slowakei um 20 auf 101 und in Bulgarien um eine weitere auf 65. Samt den erst vor wenigen Wochen erworbenen 313 BP-Tankstellen erhöht die OMV ihren Marktanteil in Zentral- und Osteuropa damit auf 12 Prozent. Konzernziel ist ein Marktanteil von 20 Prozent bis 2008.
Avanti bleibt Avanti
Die OMV wird die Marke Avanti laut dem für Raffinerien und Marketing verantwortlichen OMV-Vize-Generaldirektor Gerhard Roiss weiterhin einsetzen, da die Marke gut positioniert sei. In Tschechien wächst der OMV-Marktanteil durch die Übernahme der Avanti-Stationen auf rund 11 Prozent, in der Slowakei auf 18 Prozent. In Bulgarien verfügt man über etwa 10 Prozent Marktanteil.
Mit der Akquisition der 141 Avanti-Tankstellen in Österreich, Tschechien, der Slowakei und Bulgarien stärkt die OMV ihre Position als Marktführer im Donauraum von Bayern bis zum Schwarzen Meer. Durch diesen Mengenzuwachs in den wichtigsten Absatzmärkten optimiert die OMV zudem die Versorgungsposition ihrer Raffinerie Schwechat bei Wien.
Per 31.12.2002 hat die OMV in Zentral- und Osteuropa1.232 Stationen betrieben, davon 517 in Österreich und 715 in anderen Ländern.
ÖAMTC befürchtet Preisanstieg
"Jede Konzentration bedeutet weniger Wettbewerb. Das gilt ganz generell", kommentierte ÖAMTC-Expertin Elisabeth Brugger-Brandau die Übernahme des Tankstellendiskonters Avanti durch die OMV. "Wird Avanti geschluckt, wird sich der Preis irgendwann an die Richtpreise der OMV anpassen", meinte sie am Freitag zur APA.
Für ARBÖ-Pressesprecherin Lydia Ninz "kommt es jetzt darauf an, welche Strategie die OMV fahren wird". Angesprochen auf mögliche Auswirkungen für den Wettbewerb im österreichischen Tankstellenmarkt sagte Ninz zur APA, es bleibe abzuwarten, ob die OMV Avanti als Diskonter weiterführen werde.
Wie heute Früh berichtet vergrößert die OMV ihr Tankstellennetz in Österreich mit dem Erwerb der 109 inländischen Avanti-Stationen auf 626 Tankstellen. Ihr Marktanteil steigt dadurch von 21 auf 24 Prozent, die OMV liegt damit um einen Prozentpunkt knapp hinter Marktführer BP. Laut OMV soll die Marke Avanti, weil gut positioniert, weiter eingesetzt werden.
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