EMTS-Österreich-Tochter meldet Konkurs an
- 190 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs
- Nach Vertragskündigung durch Nokia Insolvenz unabwendbar
Die Österreich-Tochter des Handy-Dienstleisters EMTS, EMTS Austria GmbH, meldet Insolvenz an, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend ad hoc mit. Von der Insolvenz sind rund 190 Mitarbeiter betroffen, sowohl im Werk Parndorf als auch in mehreren anderen heimischen Standorten.
Nach der Aufkündigung des Vertrags mit dem Handyhersteller Nokia, mit dem rund 60 Prozent des Umsatzes gemacht wurden, sei "eine Insolvenz nicht abzuwenden" gewesen. Der Umsatz der EMTS Austria GmbH betrug im vergangenen Jahr rund 18,2 Mio. Euro, etwa 15 Prozent des Gesamtumsatzes.
Die EMTS Töchter in Deutschland, Italien, Spanien und Dänemark arbeiteten "erfolgreich" und würden in Zukunft die "Kernländer der EMTS Gruppe darstellen", heißt es in der Unternehmensmitteilung. Auch in Finnland, wo man mit einer Mehrheit beteiligt sei, entwickle sich das Geschäft "zufriedenstellend".
Dagegen sei die Lage in Schweden, Norwegen und Estland "weiterhin sehr angespannt". Das Management sei sowohl mit Nokia als auch anderen interessierten Partnern in intensiven Verhandlungen, um eine Fortführung der Aktivitäten zu ermöglichen.
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