Mittwoch, 12. März 2003

CyberTron-Ausgleich ist gescheitert!

  • Wiener Telekombetreiber hat Anschlusskonkurs beantragt
  • Aktien & Optionsscheine vom Börsenhandel ausgesetzt

Der geplante Ausgleich bei insolventen börsenotierten Telekom-Anbieter CyberTron Telekom AG ist offenbar gescheitert: Das Unternehmen hat am Dienstag den Antrag auf Erteilung der Ausgleichsbestätigung beim Handelsgericht Wien zurückgezogen. Die Aktien und Optionsscheine des Wiener Telekombetreibers CyberTron sind ab sofort bis auf weiteres vom Börsenhandel ausgesetzt.

Die mögliche Ausgleichserfüllung sei am Finanzamt und an drei Großgläubigern gescheitert, hieß es in einer Aussendung. Ein Sprecher war nicht erreichbar.

Dieser Schritt sei notwendig geworden, "da es einerseits in den Verhandlungen der letzten Monaten nicht gelungen ist, von allen Großgläubigern Rückstehungserklärungen über den gesamten Zeitraum der Ausgleichserfüllung zu erhalten und andererseits bisher keine Lösung mit dem Finanzamt über die Rückzahlung von Umsatzsteuerguthaben der CyberTron Telekom AG in Höhe von über 2,4 Mio. Euro erzielt wurde", teilte das Unternehmen mit.

Aktie vom Börsenhandel ausgesetzt
Die Aktien und Optionsscheine des Wiener Telekombetreibers CyberTron sind ab sofort bis auf weiteres vom Börsenhandel ausgesetzt. Dies gab die Wiener Börse Mittwochfrüh bekannt. An der Wiener Börse war die CyberTron-Aktie am Dienstag mit einem Kursverlust von 8,3 Prozent Verlierer des Tages. Das Papier schloss bei 0,11 Euro, gehandelten wurden insgesamt knapp 12.000 Stück.

12.3.2003 08:35