Sonntag, 16. März 2003

4 Kugeln & 23 Siege als stolze ÖSV-Weltcup-Ausbeute

  • Steff eine Klasse für sich, Dorfi verpasste Titelverteidigung klar
  • PLUS: Alle Infos zur Weltcup-Saison 2002/03

Der alpine Ski-Weltcup 2002/2003 ist seit Sonntagnachmittag zu Ende. Wie fast immer in jüngster Vergangenheit darf der Österreichische Ski-Verband (ÖSV) mit Stolz auf die zwischen 26. Oktober 2002 (Auftakt in Sölden) und 16. März 2003 (Finale in Lillehammer) ausgetragenen 70 Weltcup-Bewerbe blicken. Die rot-weiß-rote Beute: eine große (Stephan Eberharter) und drei kleine (zwei Mal Eberharter bzw. Michaela Dorfmeister) Kristallkugeln, 23 Bewerbs-Siege (15 Herren, acht Damen) und alles in allem 78 Stockerlplätze (47 Herren, 31 Damen).

Im Vergleich zur vorangegangen Saison 2001/2002 musste die rot-weiß-rote Armada aber kleinere Abstriche machen. Vor einem Jahr waren nämlich bei 26 Saison-Siegen beide großen (Eberharter und Dorfmeister) und zwei kleine (zwei Mal Eberharter) Kugeln herausgekommen, Stockerlplatzierungen (im Vorjahr 68) hatte man allerdings diesmal deutlich mehr aufzuweisen.

Bei den Herren war Routinier Eberharter in seiner möglicherweise letzten Saison eine Klasse für sich. Der Tiroler verteidigte sowohl den Gesamt- als auch den Abfahrts- und Super-G-Weltcup und fuhr gleich neun Siege ein. Die Niederösterreicherin Dorfmeister verpasste die Titelverteidigung im Gesamt-Weltcup zwar deutlich (Platz vier), dank zwei Abfahrts-Siegen reichte es aber immerhin zum Gesamt-Sieg in der "Königsdisziplin".

Eberharter schaffte übrigens als einziger in dieser Saison das Kunststück Titelverteidigung - und das gleich drei Mal. Ansonsten gab es bei den Herren mit Michael von Grünigen (Riesentorlauf/Vorgänger Frederic Covili) und Kalle Palander (Slalom/Ivica Kostelic) sowie bei den Damen mit Janica Kostelic (Gesamt/Dorfmeister), Dorfmeister (Abfahrt/Isolde Kostner), Carole Montillet (Super G/Hilde Gerg), Anja Pärson (Riesentorlauf/Sonja Nef) und Janica Kostelic (Slalom/Laure Pequegnot) im Vergleich zum Vorjahr neue Gesichter mit den Kugeln in der Hand.

Die Weltcup-Erwartungen der ÖSV-Spitze sind aber nicht ganz erfüllt worden, schließlich hatte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel vor dem Auftakt in Sölden die Devise ausgegeben: "Gesamtweltcupsieg bei Damen und Herren." Voll und ganz zufrieden durfte der Ski-Boss hingegen mit der Ausbeute im Rahmen der alpinen Ski-WM in St. Moritz sein, vor der Schröcksnadel "sechs bis acht Medaillen" forderte. Heimgekehrt sind seine Schützlinge aus der Schweiz schließlich mit drei Mal Gold, fünf Mal Silber und ein Mal Bronze.

16.3.2003 15:07