Positive FIS-Bilanz - KO-Slalom & 30-er-Regel bleiben
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Die alpine Weltcup-Saison neigt sich dem Ende zu. Noch bevor beim Finale in Norwegen die letzten Kristallkugeln vergeben wurden zog der Internationale Skiverband FIS positive Bilanz einer Saison. Vor allem die 30-er-Regel in den Speed-Disziplinen habe sich voll bewährt, betonte Generalsekretärin Sarah Lewis. Der Weltcup wird im nächsten Jahr zudem weiter expandieren, Rennen in Tschechien, der Slowakei und Finnland kommen dazu.
Die FIS hatte angesichts des dramatisch nachlassenden Interesses ähnlich wie nun in der Formel 1 vor der Saison einige Neuerungen eingeführt, die in Summe toll eingeschlagen hätten, versicherte FIS-Marketing-Chef Christian Knauth. Deshalb wird die speziell aus Österreich zunächst heftig kritisierte 30-er-Regel in Super G und Abfahrt auch mit Sicherheit beibehalten. Lewis: "Gerade dadurch wird jetzt die Leistung eines Stephan Eberharter noch mehr geschätzt. Er hat bewiesen, dass es doch geht und er immer noch der König ist."
Neue Regeln haben funktioniert
"Die neue Regel hat den Super G und die Abfahrt total aufgewertet", ist Knauth überzeugt. Anpassungen könnte aber bezüglich des Abschlusstrainings in der Abfahrt geben, "da liegen Vorschläge auf dem Tisch, wir werden im Frühjahr darüber beraten." Auch der KO-Slalom bleibt im Programm, soll aber auch angepasst werden. Durch diverse "Spielvarianten" speziell im Slalom könne man den Skisport zudem sicher noch mehr in die Ballungszentren bringen, für Show sorgen und trotzdem sportliches Niveau wahren. "Da werden wir in Summe sicher noch über die Bücher gehen", so Knauth.
probleme im Marketing
Kritik am Marketing der FIS will man im Skiverband nicht pauschal gelten lassen. "Man muss sich anschauen, worum es wirklich geht. Klar ist, dass wir mehr Event-Sponsoren brauchen, die pauschal bei einem der sechs Rechteinhaber buchen und denen es im Großen und Ganzen egal ist, wo das Rennen statt findet." Lewis gab zu: "Sicher gab es Schwachpunkte. Deshalb werden wir vor allem versuchen, die internationale Koordination zu verbessern." Knauth betonte, dass es in erster Linie darum gehe, die nationalen und internationalen Interessen zusammen zu führen.
Nächste Saison beginnt in Sölden
Fix ist, dass die nächste Alpin-Saison wieder Ende Oktober in Sölden beginnen wird und es am gleichen Wochenende erneut in diversen Großstädten zu einer Winter-Offensive mit Langlauf (Düsseldorf) und Snowboard (Berlin) kommen wird. Ein zweites Gletscher-Wochenende steht zwar zur Diskussion, konkrete Angebote gäbe es aber keine, so Knauth. Die US-Tour geht bei Damen und Herren nur noch über jeweils zwei Wochen, dafür gibt es nach derzeitigem Kalender-Vorschlag im Winter 2003/2004 Damen Rennen in Tschechien (Spindlermühle), Slowakei (Jasna) und Finnland (Levi).
Österreich wieder voll dabei
Österreichische Weltcup-Orte sind abgesehen vom Gletscher-Opening am 25./26. Oktober in Sölden bei den Herren Flachau (4.1./Slalom), Kitzbühel (23.-25.1.), Schladming (Slalom/27.1.) und St. Anton (Abfahrt, Slalom/14./15.1.) sowie bei den Damen Lienz (RTL, Slalom/27./28.12.), Altenmarkt-Zauchensee (Abfahrt, Slalom, Kombi/10./11.1.) und Haus/Schladming (Abfahrt, Super G/31.1.-1.2.). Abgeschlossen wird die Saison, in der weder WM noch Olympia ansteht, zum zweiten Mal mit einem großen gemeinsamen Finale aller FIS-Disziplinen im März 2004 in der Olympia-Region rund um Turin (10.-15.3.).
