Stefan Koubek scheitert in Indian Wells an Marat Safin
- Fünfte Niederlage in der ersten Runde in Folge
- Sensation verpasst: 4:1-Führung im dritten Satz verschenkt
Mit einer Niederlage in der ersten Runde hielt die Negativ-Serie des so stark in die Saison gestarteten Stefan Koubek beim mit 2,45 Millionen Dollar dotierten Masters-Series-Turnier in Indian Wells an. Der 26-jährige Kärntner stand gegen den Weltranglisten-Siebenten Marat Safin allerdings vor einer Sensation: Koubek führte im dritten Satz bereits mit 4:1, musste sich aber nach über zwei Stunden doch noch mit 6:3,3:6,5:7 geschlagen geben. Auch wenn es die fünfte Erstrunden-Niederlage en suite war, so zeigte er die beste Leistung nach seiner Pause wegen eines Rippenbruchs.
Koubek startete, wie so oft, wenn er als krasser Außenseiter ins Match geht, brillant und entschied den ersten Satz mit 6:3 für sich. Nach einem Durchhänger im zweiten Satz bäumte er sich auf und fand wieder zur Form des ersten Satzes zurück. Koubek führte im dritten Satz bereits mit 4:1, da nahm Safin ein Time-Out. "Ich hatte ein großes Loch im Schuh, er ist gebrochen", erklärte Safin. Jedenfalls nützte ihm die Unterbrechung auch, den Rhythmus von Koubek zu brechen. "Er hat im dritten Satz großartig gespielt. Aber als ich 0:3 hinten war, habe ich immer noch an meine Chance geglaubt, weil er dieses Niveau nicht mehr lange halten konnte. Und so war es", sah sich der Russe nicht wirklich in Gefahr.
Coach Bresnik guter Dinge
Doha-Sieger Koubek hatte sein übliches, sehr riskantes Spiel mit vielen Bällen an und auf die Linien praktiziert. Koubek-Betreuer Günter Bresnik sprach trotz der Niederlage von der ersten guten Partie seit der Verletzungspause. "Es hat immer noch vieles nicht gestimmt, aber die Leistung war unterm Strich schwer in Ordnung. Es war eine Partie auf hohem Niveau gegen einen Top-Ten-Spieler, die Stefan eigentlich hätte gewinnen müssen. Dass er sie nicht gewonnen hat, ist schade. Aber das Wichtigste ist, dass er gesehen hat, er ist wieder dabei." Er habe jedoch immer gesagt, dass es mindestens zwei Monate dauern werde, bis der Kärntner wieder so weit ist wie im Jänner. "Das ist unpopulär, aber Realität. Es macht keinen Sinn, jetzt Niederlagen zu zählen. Es macht Sinn, Entwicklungen zu verfolgen."
Niedrige Erwartungen
Die knapp einmonatige Pause mache sich immer noch bemerkbar, gegen Safin war dies Mitte des zweiten Satzes. "Er wird dann ein wenig müde, ein wenig steif; die Geschwindigkeit vom Aufschlag geht zurück, die Präzision der Schläge lässt nach, die Fehlerquote steigt. Es hängt alles logisch zusammen wie bei einem Uhrwerk. Wenn ein winzig kleines Rädchen nicht mehr rund läuft, dann wird alles ungenau. Das kann sich auch nicht so schnell ändern. Wunder gibt es keine", meint Bresnik, der daher auch seine Erwartungen für kommende Woche in Miami niedrig ansetzt.
Favoriten kamen weiter
Aus internationaler Sicht setzten sich am ersten Spieltag der Herren in Kalifornien die Favoriten durch, bei den Damen gewannen die US-Spielerinnen Jennifer Capriati und Lindsay Davenport das Duell gegen Russland mit 2:0. Capriati besiegte Jelena Dementjewa in drei, Davenport Jelena Bowina in zwei Sätzen. Im Viertelfinale trifft Capriati nun mit Wera Zwonarewa erneut auf ein Russin, Davenport auf Amelie Mauresmo.
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