Mysteriöse Lungenentzündung weltweit ausgebrochen!
- Ursprung in Asien; Todesfälle in Kanada, Kranke in Deutschland
Weltweit geht Seuchen-Angst um! Eine mysteriöse Form der Lungenentzündung, wegen der die WHO erst Samstag Morgen eine Reisewarnung für Asien ausgesprochen hatte, ist nur Stunden später auch in Kanada und Deutschland aufgetreten! Zwei Menschen starben in Toronto, drei Infizierte wurden aus Frankfurt gemeldet. Eine Behandlung gibt es gegen die tödlich verlaufende Seuche noch nicht; Infizierte werden in Quarantäne genommen, um eine weitere Verbreitung zu bremsen.
Mediziner warnen vor einer Panik: Meist seien Lungenentzündungen harmlos. Und obwohl es gegen die neue, hoch ansteckende Krankheit keine Behandlungs-Möglichkeit gibt, halten sie eine weltweite Epidemie für unwahrscheinlich.
Reisewarnung am Samstag
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte am Samstag Morgen eine Reisewarnung wegen der untypischen Form der Lungenentzündung ausgesprochen, die zunächst in mehreren asiatischen Ländern beobachtet wurde und auch schon für zwei Todesfälle in Kanada verantwortlich gemacht wird. In Asien betroffen sind bisher Vietnam, China, Taiwan, Hongkong und Singapur. In Australien wurden 86 Krankheitsfälle registriert.
Die WHO teilte mit, sie habe im Laufe der Woche mehr als 150 Berichte über die Akutes Atemwegs-Syndrom (SARS) genannte Krankheit erhalten. "SARS ist jetzt eine weltweite Bedrohung", erklärte WHO-Generaldirektorin Gro Harlem Brundtlandt. "Die Welt muss zusammen arbeiten, um ihre Ursache zu finden und die Kranken zu heilen."
Pneumonie auch schon in Europa
Am Samstag Nachmittag wurde die Krankheit dann auch in Europa, genauer in Deutschland, erstmals diagnostiziert. Wegen des Verdachts, an dem hoch ansteckenden neuen Typ der Lungenentzündung erkrankt zu sein, sind drei Passagiere der Singapore Airlines auf die Isolierstation des Frankfurter Uniklinikums gebracht worden.
Husten, Fieber, Atemnot
In der Reisewarnung wurde nicht von dem Besuch bestimmter Länder oder Regionen abgeraten. Reisende, die nach dem Kontakt mit erkrankten Personen oder dem Besuch betroffener Regionen Symptome der Krankheit bemerkten, sollten aber unbedingt medizinische Hilfe aufsuchen.
Zu den Symptomen gehörten Husten, hohes Fieber und Atemnot. In den auch an Fluggesellschaften weiter gegebenen Richtlinien wurden erkrankte Reisende aufgefordert, ihre Reise zu unterbrechen und erst nach vollständiger Genesung fortzusetzen.
Erster Ausbruch im Februar
Den ersten SARS-Ausbruch hatte es im Februar in China mit mutmaßlich fünf Toten und mehr als 300 Kranken gegeben, wobei sich Experten aber noch nicht sicher sind, ob dies tatsächlich auf denselben Virus zurückgeht. Im vietnamesischen Hanoi seien 43 Menschen in Behandlung, teilten örtliche Gesundheitsbehörden mit. Auch in Australien seien 86 Fälle registriert worden. Frankreich und Japan haben inzwischen Experten nach Vietnam geschickt.
In der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi ist am Samstag eine Krankenschwester im Französischen Krankenhaus gestorben. Sie gilt als das vermutlich neunte Todesopfer weltweit.
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
