Schweizer Politiker will Umweltschützer "auslöschen"
- Bignasca sorgt für Eklat in Radiosendung
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·Serbien
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Giuliano Bignasca, Präsident der Schweizer "Lega dei Ticinesi", eines Abegers der rechtspopulistischen italienischen Lega Nord, hat am Samstag für einen Eklat gesorgt. "Alle Umweltschützer sollte man in eine Telefonkabine sperren und dann auslöschen wie den serbischen Premier Djindjic", sagte er.
Die extreme verbale Entgleisung passierte dem Rechtspolitiker aber nicht einmal "nur" in privater Runde oder im Wirtshaus, sondern in einer Wahlsendung im Tessiner Radio (RSI).
Grüne verlangen Entschuldigung
Die Grünen wollten diese Äusserung nicht hinnehmen und verlangen von Bignasca eine Entschuldigung. Das Radio und Fernsehen der italienischsprachigen Schweiz fordern sie auf, Bignasca so lange nicht mehr zu Wort kommen zu lassen, bis dieser sich öffentlich entschuldigt habe, sagte Giorgio Canonica, Präsident der Grünen, am Samstag in einem Interview in der Zeitung "La Regione".
"Er meints halt nicht so"
Bignascas Äusserungen brachten auch Lega-Staatsrat Marco Borradori in Verlegenheit. Dieser hat als kantonaler Umweltdirektor häufig mit den Grünen zu tun. Er persönlich habe mehrere Male bewiesen, dass er keine Probleme mit den Umweltschützern habe und deren Anliegen ernst nehme, sagte Borradori in einem Interview im Tessiner Fernsehen. "So wie ich Bignasca kenne, glaube ich sagen zu können, dass er mit seiner Aussage weiter gegangen ist, als er tatsächlich denkt", erklärte Borradori.
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