London: Schlag gegen Kinderpornographie im Internet
- Scotland Yard gibt 43 Festnahmen bei Razzia bekannt
Mit einer groß angelegten Polizeiaktion sind die britischen Behörden erneut gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet vorgegangen. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gab Scotland Yard am Donnerstag die Festnahme von 43 Männern bekannt.
Sie stünden im Verdacht, Bilder von Kindesmissbrauch aus dem Internet heruntergeladen und zum Teil weiter verbreitet zu haben. Die Festnahmen sind Teil der von den USA angeführten Fahndungsaktion "Operation Ore" ("Operation Erz"), bei der im Jänner bereits der Rock-Musiker Pete Townshend ins Visier der Ermittler geriet.
Bei der Razzia am Mittwoch in London stellten die etwa 350 beteiligten Polizisten laut Scotland Yard auch zahlreiche Computer sicher. Die Aktion sei eine "Warnung" an diejenigen, die bisher glaubten, sie könnten sich im Internet anonym Zugang zu eindeutigen Bildern von Minderjährigen verschaffen, sagte ein Polizeisprecher.
Grundlage für die Festnahmen war eine Liste mit mehr 7.000 Verdächtigen, die die US-Behörden der britischen Polizei als Teil der grenzübergreifenden "Operation Ore" übergeben hatten. Die darin verzeichneten Männer sollen mittels Kreditkarte kostenpflichtige Internet-Seiten mit pädophilen Inhalten aufgerufen haben. Im Zuge der Aktion wurden in Großbritannien bislang mehr als 1.600 Verdächtige in Gewahrsam genommen.
Spektakulärster Fall war bislang im Jänner die vorübergehende Festnahme von Rock-Gitarrist Pete Townshend. Der Mitbegründer der Gruppe "The Who" hatte eine US-Webseite mit Kinderpornos besucht und dafür gezahlt. Nach seinen Angaben wollte er nur für seine eigene Biografie recherchieren. Er wurde auf Kaution frei gelassen.
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