Dienstag, 11. März 2003

EU eröffnet neue Vertretung in Kuba

  • EU-Kommissar wünscht "neue Ära" der Beziehungen

Zur Intensivierung ihrer Beziehungen mit Kuba hat die Europäische Union eine Vertretung in der Hauptstadt Havanna eröffnet. Bei der Zeremonie in Anwesenheit mehrerer kubanischer Minister sagte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Poul Nielson, er hoffe auf eine "neue Ära" der Beziehungen zwischen dem sozialistischen Inselstaat und Europa.

Derzeit würden bereits eine Reihe sozialer und wirtschaftlicher Projekte umgesetzt. Die EU wird in Zukunft 15 bis 20 Millionen Euro jährlich in Modernisierung und Reform der kubanischen Wirtschaft investieren. Mit den Geldern soll zudem die Ernährungslage stabilisiert und die Zivilgesellschaft entwickelt werden. Leiter der EU-Vertretung ist der Deutsche Sven Kuhn von Burgsdorff.

Bisher stellte die EU ausschließlich humanitäre Hilfe für Kuba, das seit über 42 Jahren unter einem US-Wirtschaftsembargo steht; es bestehen jedoch bereits zahlreiche bilaterale Abkommen mit einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Mehr als die Hälfte der Auslandsinvestitionen in Kuba stammen aus der Europäischen Union. Von dort kommen auch eine Million der jährlich zwei Millionen Touristen.

11.3.2003 09:03