FORMAT: Erwin Pröll als „Lowlander“ auf Stimmenfang
- "Es kann nur einen geben..." Action-Figur a la Men in Black!
- PLUS: Die niederösterreichische VP strebt Absolute an

·GRÜNÖ-Streit
Kurzbezeichnung gerichtlich verboten
·"Wahlzuckerl"
Bunte Vielfalt an Werbegeschenken
·ÖVP voran
Pröll erhofft sich absolute Mehrheit
·Schreiben Sie!
Schröpft Schüssel die Steuerzahler?
·Das Programm
Durchklicken: Die Pläne von VP & FP!
Kurioses aus dem ÖVP-Wahlkampf: Die Jungwähler bekommen als Wahlwerbe-Geschenk eine Actionfigur. Nach dem Motto „Es kann nur einen geben“ begibt sich da Erwin Pröll als „Lowlander“-Puppe vor allem unter dem Jungwähler-Volk auf Stimmenfang. Und im Personenkomitee für Erwin Pröll sitzen Promis, die eigentlich SPÖ wählen.
Als der Schauspieler Christopher Lambert Mitte der achtziger Jahre in der Rolle eines unsterblichen Schwertkämpfers in dem Kinostreifen „Highlander“ zu Weltruhm gelangte, machte er damit auch den Leitspruch der Highlander bekannt: „Es kann nur einen geben“. Knapp zwanzig Jahre später bemüht die VP Niederösterreich eben diesen Slogan — und macht Spitzenkandidat Erwin Pröll für ihre Jugendkampagne kurzerhand zum „Lowlander“. Die cineastische Reminiszenz kommt nicht von ungefähr.
“Men in Black“
Bereits 1998 hat die Volkspartei bei der Landtagswahl mit einem „Men in Black“-Sujet (siehe unten) einen wahlstrategischen Ausflug nach Hollywood unternommen — und damit einen Großteil der Jungwähler an sich binden können. Die aktuelle ÖVP-Jugendkampagne bietet diesmal nicht nur Plakate, sondern auch eine eigene Jugendhomepage (www.30-03-03.com), einen 45 Sekunden dauernden „Thriller“-Kinospot, „Lowlander“-Hauben und -Schals sowie als besonderen Gag eine Lowlander-Actionfigur, die kostenlos über die Homepage geordert werden kann.
Rote „Überläufer“ in Prölls Personenkomitee
Mehr als nur erfolgreich waren übrigens auch die Initiatoren des Personenkomitees für Erwin Pröll (Wir:Pröll). Denn zu der Promi-Plattform bekennen sich diesmal nicht nur christlich-konservative Schauspieler, Industrielle und Künstler — auch eine erkleckliche Anzahl SPÖ-affiner Promis hat sich diesmal in die Unterschriftenliste eingetragen. Felix Dvorak zum Beispiel. Der Theaterintendant hat Anfang Oktober noch gemeinsam mit Harald Krassnitzer im Wiener Gasometer für SPÖ-Spitzenkandidat Alfred Gusenbauer geworben. Knapp sechs Monate später wechselt er die Parteipräferenz — und bekennt sich ebenso offen zu seiner Sympathie für den schwarzen Spitzenkandidaten wie die ehemaligen SPÖ-Unterstützer „Wilfried“ Scheutz oder Günther „Mo“ Mokesch. Im Komitee finden sich auch Namen wie Marianne Mendt und sogar Manfred Deix. Der Karikaturist über sein Engagement für Pröll: „Er ist absolut kein Spießer, und er hat die schärfste Frisur Mitteleuropas.“
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