Heute 1. großer Auftritt von FRANZL & SISSI!
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Die Neugierde ist mittlerweile fast ebenso groß wie die Sympathie - und heute haben die Schönbrunner Pandas ihren großen Auftritt! Sie präsentieren sich ihren Bewunderern. Hunderte Ehrengäste werden zur offiziellen Vorstellung kommen. Und eine Überraschung erleben: Denn YangYang und LongHui wurden jetzt offiziell in Franzl & Sissi umgetauft!
Gut, dass die Eingewöhnungszeit abgelaufen ist und das Bärchen-Pärchen im Wiener Tiergarten der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Zunächst werden nur einige hundert Ehrengäste und Medienvertreter das Vergnügen haben, die seltenen Tiere in Augenschein zu nehmen.
Erst danach kommen die anderen Besucher zum Zug. Dann haben sie aber zumindest zehn Jahre jeden Tag die Chance, einen Blick auf die Leihgabe Chinas zu werfen, die am Freitag in Wien eingetroffen ist. Und auch danach stehen die Chancen nicht schlecht, dass Franzl & Sisi in Wien bleiben.
Die schwarz-weißen Bären hatten sich nach dem anstrengenden Flug gut in ihrem neuen Quartier eingelebt. "Es gab eine Fressorgie im Bambus-Busch", freute sich der Tiergarten-Direktor über den Hunger seiner Schützlinge kurz nach der Ankunft. Einfach und stressfrei war die Besichtigung des neuen Heims: Während Franzl unsicher einige Runden drehte, stürzte sich das Männchen gleich auf den frischen Bambus. "Er scheint ein Vielfraß zu sein", so Pechlaner.
"Sie sind starke Persönlichkeiten aber liebenswürdig", beschreibt Tierarzt Voracek seine neuen Schützlinge. Überrascht hat den Experten, mit welcher Ruhe und Gelassenheit "Drachenzeichen" (Longhui) und "Sonnenschein" (Yang Yang) den Transport hingenommen haben.
Bären logieren in einem Kletter-Paradies
Das Gehege (1.100 Quadratmeter große Freigehege und 280 Quadratmeter große Innenanlage) ist ein wahres Kletterparadies mit einem Bachlauf, Wasser und auch sonst jeder Menge Beschäftigungsmöglichkeiten. Es wurde alles getan, damit den hitzeempfindlichen Tiere nicht zu heiß wird. Das reicht bis zu einer Benebelungsanlage.
Pandas bleiben mindestens 10 Jahre in Wien
Aber auch danach stehen die Chancen nicht schlecht, dass sie nicht nach China heimkehren. Dass der ehrgeizige Wunsch Pechlaners erfüllt wurde, machten die gemeinsam geplanten Forschungsprojekte möglich.
Zu den wissenschaftlichen Projekten gehört u.a. ein IQ-Test, der die Intelligenz der Großen Pandas überprüfen soll. Denn reine Pflanzenfresser gelten als nicht besonders hell. Dabei können es diese Großbären - und zu diesen gehören sie - teilweise mit Schimpansen aufnehmen. Wie diese können sie sich aus Schachteln eine Art Leiter bauen, um an begehrte Leckerbissen heranzukommen, verrieten die chinesischen Fachleute.
Zucht von Nachwuchs geplant
Schließlich hat Kuratorin Dagmar Schratter vor, weitere Pandas zu züchten. Diese gelten ja als ausgesprochen paarungsfaul, obwohl man den Grund dafür nicht so recht kennt. Eine künstliche Befruchtung wäre daher auch in Wien eine Alternative. Frühestens mit vier, fünf Jahren wären die Tiere dafür oder für die natürliche Alternative bereit.
Etwaiger Nachwuchs gehört allerdings nicht Schönbrunn, sondern China, das im Alter von zwei Jahren über die Zukunft der kuscheligen Bären zu entscheiden hat.
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