Dienstag, 11. März 2003

Weil´s so kalt war: Frühling ist heuer 3 Wochen zu spät

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Alles grau - und braun, kaum grüne Knospen. Außerdem gibt´s fast keine grellbunten Frühlingsblüten! Die ersten Schneeglöckchen recken schüchtern ihre Köpfchen. Viel zu spät! Im Durchschnitt beginnen die weißen Frühlingsboten in Wien am 47. Tag des Jahres zu blühen - also am 16. Februar. Warum das Delay? Es war heuer um 3 bis 4 Grad kälter als im Durchschnitt.

Was sich im Februar abgezeichnet hatte, ist nun amtlich: Durch die niedrigen Temperaturen - es war im Schnitt um 3 bis 4 Grad kälter als der langjährige Durchschnitt - hinkt die Natur den Jahreszeiten hinterher. Hier ein paar Fakten und Daten aus den Aufzeichnungen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien:

+ Im Durchschnitt beginnen Schneeglöckchen in Wien am 47. Tag des Jahres - also am 16. Februar - zu blühen. 2002 streckten die Frühlingsboten ihre weißen Köpfe zwei Wochen vorm "Termin"raus. Heuer gibt´s einen Monat Verspätung - am Wochenende war etwa entlang der Donau erst ein kleiner Teil Schneeglöckchen aufgeblüht.

+ Ähnliches gilt für die Hasel, die ab 22. Februar stäuben sollte (2002: 8. 2.).

+ Die Forsythie sollte in Wien am 21. März zu blühen beginnen, im Vorjahr war es Ende Februar soweit. Heuer? Keine Spur von Gelb.

Die "Verspätung" der Natur hat aber auch ihre guten Seiten: Die Pflanzen sind gegen einen späten Frosteinbruch besser gerüstet. Im Vorjahr blühten um diese Zeit bereits die Marillen - und dann kam die Kälte.

11.3.2003 12:20