Montag, 10. März 2003

Nach Kärnten-Wahl: Tauziehen um 1 Wählerstimme

  • ÖVP-Kandidat in Albeck erreichte exakt 50 Prozent
  • Kärnten-Wahl: SP +5,9%! FP stürzt auf Platz 3 ab

In der Gemeinde Albeck (Bezirk Feldkirchen), wo ÖVP-Landesobmann Georg Wurmitzer jahrelang Bürgermeister gewesen war, wird nun um eine Wählerstimme gestritten. Diese eine Stimme wäre wahlentscheidend, da der VP-Kandidat exakt 50 Prozent der Stimmen erreicht hat. Das würde eine Stichwahl bedeuten. Eine Wahlanfechtung wurde bereits angekündigt.

Alois Mödritscher (V) erhielt 364 Stimmen, genau gleich viel wie Mario Huber (S) und Siegfried Unterweger (F) gemeinsam. Bereits am Sonntagabend hatte die ÖVP in Albeck eine Stimme, die einem anderen Kandidaten zugeordnet worden war, für Mödritscher reklamiert und will die Wahl anfechten.

Stichwahl auf Abruf
Trotzdem muss vorerst die Stichwahl angesetzt werden. "Sollte eine Anfechtung kommen und erfolgreich sein, müssen wir die Stichwahl widerrufen", erklärte Herbert Hauptmann, Leiter der Landeswahlbehörde, am Montag.

Eine Woche bleibt nach Kundmachung des Ergebnisses Zeit für eine Wahlanfechtung. Danach hat die Gemeinde binnen 48 Stunden die Unterlagen an die Wahlbehörde zu übermitteln. Spätestens am Mittwoch kommender Woche kann sich also die Wahlbehörde mit der zu erwartenden Anfechtung auseinandersetzen.

"Wir werden alles tun, um diese Anfechtung vor der Stichwahl zu erledigen", sagte Hauptmann. Wird die strittige Stimme Mödritscher zugeschlagen, ist er mit 50 Prozent plus einer Stimme Bürgermeister, wenn nicht, muss er gegen Unterweger in die Stichwahl am 23. März.

10.3.2003 12:18