Dienstag, 4. März 2003

Schlechter Februar für Automobilbranche in den USA

  • Analyst: Preiskrieg geht weiter

Ein drohender Irak-Krieg, eine fragile Wirtschaftslage, eine höhere Arbeitslosigkeit und schlechtes Wetter haben im Februar dieses Jahres in den USA die Absatzzahlen der Automobilindustrie negativ beeinträchtigt. Nach den neuesten Daten aus der Branche ergab sich ein Ansatzrückgang um sieben Prozent, was noch auf eine Jahresrate von 15,5 Millionen Fahrzeugen schließen lässt. Im Vorjahresmonat hatten die Absatzerwartungen auf Februar-Basis noch bei 16,5 Millionen Stück gelegen.

Besonders stark betroffen war Branchen-Primus General Motors Corp (GM). GM berichtete von Absatzeinbußen über 19 Prozent im Februar. Die Nummer zwei der Branche, die Ford Motor Co, bezifferte den Absatzrückgang mit lediglich 0,1 Prozent. Allerdings sei die Vorjahresbasis schwach gewesen. Die zur DaimlerChrysler AG gehörende Chrysler-Gruppe nannte einen Verkaufsrückgang von vier Prozent. Chrysler-Verkaufschef Gary Dilts brachte vor Journalisten und Analysten die Verkaufsergebnisse so auf den Punkt: "Wir könnten den Februar mit drei W's beschreiben - Wetter, Krieg (War) und Sorgen (Worry)." Die US-Autokonzerne bemühen sich derzeit verstärkt, mit Sonderangeboten die Kauflust der Verbraucher zu stärken.

Autoanalyst Saul Rubin von UBS Warburg sagte: "Der Preiskrieg wird weitergehen. Und die Kaufanreize werden noch zunehmen."

4.3.2003 09:25