Montag, 3. März 2003

Urlaubsreisen stiegen 2002 um 1,1 Prozent

  • Dienst- und Geschäftsreisen rückläufig
  • Beliebtestes Auslandsreiseziel ist Italien

Die Österreicher waren 2002 reiselustiger als 2001. Die Zahl der Urlaubsreisen von Österreichern über 15 Jahren stieg um 1,1 Prozent auf 15,21 Millionen, teilte die Statistik Austria am Montag mit. Die meisten Urlaube - 56,5 Prozent - wurde im Inland verbracht, 43,5 Prozent führten ins Ausland.

Für Urlaubsreisen wurden 10,5 Milliarden Euro ausgegeben, für Inlandsreisen 2,87 Milliarden Euro, für jene ins Ausland 7,62 Milliarden Euro. Die Ausgaben für Dienst- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung wurden zwei Milliarden Euro ausgegeben.

53 Prozent der Urlaubsreisen entfielen 2002 auf Haupturlaubsreisen mit vier und mehr Nächtigungen, die restlichen 47 Prozent entfielen auf Kurzurlaubsreisen. Die Zahl der Kurzurlaubsreisen stieg um 7,6 Prozent auf 7,15 Millionen, während die Haupturlaubsreisen um vier Prozent auf 8,06 Millionen zurückgingen.

Beliebtestes Auslandsreiseziel ist Italien
Italien war bei den Auslandsurlaubsreisen mit 24,5 Prozent die mit Abstand beliebteste Destination, sowohl bei den Kurzurlauben (29,9 Prozent aller Kurzurlaube) als auch bei den Haupturlauben (22,5 Prozent aller Haupturlaube). Allerdings gingen die Reisen nach Italien 2002 um 12,4 Prozent zurück. Ebenso rückläufig war die Zahl der Reisen in die USA (minus 13,9 Prozent), nach Griechenland (minus 5,9 Prozent) und in die Türkei (minus 0,7 Prozent) ab, während Reisen in die Tschechische Republik (plus 14,3 Prozent), nach Großbritannien (plus 12,5 Prozent) oder nach Ungarn (plus 6,7 Prozent) zunahmen. Deutschland war mit einem Anteil von 13,6 Prozent das zweithäufigstes Reiseziel unter den Kurz- und Haupturlauben.

Dienst- und Geschäftsreisen rückläufig
Die von Österreichern über 15 Jahre durchgeführten Dienst- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung gingen 2002 um 4,9 Prozent auf 3,77 Millionen zurück. 43,9 Prozent der Geschäftsreisen führten dabei ins Ausland. Bei In- und Auslandsreisen dominierten erwartungsgemäß die Geschäftsreisen mit höchstens drei Nächtigungen. Von den 2 Mrd. Euro wurden 0,57 Mrd. Euro für Geschäftsreisen im Inland und 1,43 Mrd. Euro für Geschäftsreisen ins Ausland ausgegeben.

Die meisten der Auslandsdienst- und Geschäftsreisen führten im Vorjahr nach Deutschland (40,1 Prozent), 10,4 Prozent nach Italien. Auf Ungarn entfielen 6 Prozent der Geschäftsreisen, auf die Schweiz 5,2 Prozent, auf Frankreich 4,7 Prozent.

Für die Studie wurden rund 3.000 repräsentativ ausgewählten Personen über 15 Jahre befragt.

3.3.2003 10:31