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Lesenswertes zum Thema Wein
Er ist erst 22 Jahre alt, macht Wein und hat Erfolg damit: Claus Preisinger aus Gols im Burgenland ist einer der hoffnungsvollsten Newcomer der österreichischen Winzerszene.
Mit seiner Cuvée Paradigma hat er im Vorjahr auf Anhieb bei der alljährlichen Prämierung des Fachmagazins Falstaff die Königsdisziplin gewonnen. Seither gilt sein Name in der Fachwelt als Aktie mit Phantasie.
Einer breiten Öffentlichkeit ist der aufstrebende Jungwinzer allerdings nicht bekannt. Er zählt noch nicht zu den ganz Großen des Burgenlandes wie etwa Ernst Triebaumer, Anton Kollwentz, die Brüder Velich oder Josef Umathum. Dafür ist Preisingers Wein noch relativ günstig. Mit 20 Euro für den Paradigma 2000, eine Cuvée aus Blaufränkisch, Zweigelt und Cabernet Sauvignon, liegt der Newcomer selbst beim Paradewein des Hauses deutlich unter dem Preisniveau der Stars. Für burgenländische Spitzencuvées werden zuweilen schon zwischen 40 und 60 Euro verlangt.
Im selben Ort macht auch die junge Judith Beck ganz hervorragende Weine. Auch sie ist erst 24, und auch sie hat mit dem Jahrgang 2000 ihren ersten Wein selbstständig gekeltert. Die Cuvée Judith, bestehend aus Blaufränkisch, Cabernet und Nebbiolo, sorgte in der Fachwelt für viel Aufsehen.
Noch stehen diese Weinmacher in der zweiten Reihe, doch sie liefern bereits erstaunliche Qualitäten. So wie Uwe Schiefer aus Großpetersdorf im Südburgenland. Er zählt noch zu den Geheimtipps der österreichischen Rotweinszene, denn Schiefers Blaufränkische überzeugen vor allem durch ihre Geradlinigkeit.
Nicht nur im Burgenland
Talente gibt es im ganzen Land. Anton Bauer etwa erzeugt etwa in Feuersbrunn, Niederösterreich, überdurchschnittlich gute Weine. Bauers Weißweine sind opulente Kreszenzen, ihm gelingen nördlich der Donau aber auch höchst bemerkenswerte Rote in einer Dichte und Qualität, wie sie gemeinhin nur dem Burgenland zugeordnet werden.
In der Wachau, wo die Zahl an Winzerstars nicht eben klein ist, haben es junge Weinmacher besonders schwer, in die erste Reihe vorzudringen. Auf dem besten Weg dazu ist jedenfalls Johann Donabaum aus Spitz an der Donau. Der dynamische Jungwinzer setzt nicht nur auf bekannte Rebsorten wie Grüner Veltliner und Riesling, die er bereits in konstant hoher Qualität erzeugt, er will sich künftig auch vermehrt um die Rebsorte Neuburger kümmern, die in der Spitzer Gegend ihren Ursprung haben soll.
Einer, der bereits ganz kurz vor dem Sprung in die oberste Liga steht, ist Josef Hirsch aus Kammern im Kamptal. Seine Weine stammen ausnahmslos aus den besten Lagen. Und weil er ein konsequenter Qualitätsfanatiker ist, zählen seine Weine bereits jetzt zu den besten Österreichs.
Auch Josef Lentsch hat eigentlich schon einen hohen Bekanntheitsgrad. Allerdings nicht wegen seiner Weine. Lentsch ist Wirt, ihm gehört das unter Feinschmeckern hinlänglich bekannte Gasthaus "Zur Dankbarkeit" in Podersdorf. Dass der Mann aber auch hervorragende Weine keltert vom Pinot Noir bis zum Süßwein , geht dabei leider etwas unter.
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