Das säkularisierte Katerfrühstück
- Vom Hering, Rollmops, Bücklingen und anderen Fischen
- PLUS: Die besten Rezepte
Am Aschermittwoch ist alles vorbei! Vorbei das ausschweifende Faschingstreiben, stattdessen ist Fasten angesagt. Und am ersten Fastentag schreibt der Speiseplan des Jahres traditionell Fisch vor. Der eigentliche Star des Aschermittwoch ist somit der Fisch.
Der Verzicht auf Fleisch zu Beginn der 40-tägigen Fastenzeit bedeutet für Gourmets schon lange keine Genuss-Einschränkung mehr.
War bei den Kirchenvätern der Fisch nicht gern auf der Speisekarte gesehen, weiß man heute aus ernährungsphysiologischer Sicht um seine Vorteile. Der Heringsschmaus - ursprünglich das Mahl der armen Leute - ist zum Festival luxuriöser Fischgerichte avanciert.
Der Hering
Der im Nordatlantik und in der Ostsee beheimatete Fisch wird 20 bis 40 Zentimeter groß und findet in unterschiedlichsten Varianten Einzug in die Fischhandlung: Als "Grünen Hering" bezeichnet man den fangfrischen Fisch, der sich besonders gut zum Braten und Grillen eignet.
Der "Matjes" ist der junge, noch nicht geschlechtsreife Hering, der - eingesalzen und in Öl eingelegt - eine besonders zarte Gaumenfreude darstellt.
Unterzieht man ein erwachsenes Tier dieser Prozedur, wird aus ihm der schlichte "Salzhering". Ein frischer, geräucherter Hering heißt "Bückling" - die norddeutsche Spezialität schlechthin.
Roh in Essig mariniert, mutiert der Hering im Nu zum "Russen" oder "Bismarck-Hering" - aufgerollt nennt man diesen dann "Rollmops" - und der darf am Aschermittwoch garantiert nicht fehlen.
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