Dienstag, 4. März 2003

Österreich: Täglich 8 Mio. SMS und 15.000 MMS!

  • 10% Zuwachsraten/Monat bei multimedialen Foto-Nachrichten

Österreichs Handyuser versenden derzeit täglich 8 Mio. SMS-Kurzmitteilungen und 15.000 multimediale Nachrichten (MMS - Multimedia Messaging Services), schätzt der österreichische Telekomsoftware-Entwickler ucp (Universal Communication Plattform). Der SMS-Nachfolger MMS, der das Versenden von Text, Fotos, Tönen und Videos ermöglicht, weise derzeit monatliche Zuwachsraten von rund 10 Prozent auf, meinte ucp-Sprecher Thomas Reiter.

MMS beginne gerade, "sich rasant weiterzuentwickeln", zumal im Weihnachtsgeschäft 2002 bereits einige MMS-Handys verkauft worden seien und zunehmend "Contentdienste aus dem Boden sprießen" würden, so Reiter. MMS werde "schön langsam verstanden", aber wie jede Technologie brauche auch MMS seine Zeit, sich im Markt durchzusetzen. Auch bei SMS - seit Mitte der 90-er Jahre verfügbar - habe es mehrere Jahre gedauert, bis der Service ein Erfolg geworden sei.

MMS ist in Österreich seit Juni 2002 verfügbar. Der große Erfolg von MMS blieb bisher aber u.a. deshalb aus, weil das Versenden von MMS-Nachrichten in verschiedene Handynetze bis heute teilweise nicht möglich ist. Eine MMS kostet zwischen 50 und 60 Cent, bei größeren Datenmengen (Premium Content) werden bis zu 1,4 Euro verrechnet.

MMS-Vorlagen
ucp bietet auf seiner SMS-Internetplattform "uboot.com" ab sofort 100 verschiedene MMS-Vorlagen gegen Gebühr zum Herunterladen an. Weiters könnten User ihre eigenen Digitalfotos in das Netz laden und als MMS-Vorlage per WAP aufs Handy senden, hieß es. Danach könnten die Fotos - kombiniert mit Text und Sound - als MMS weiterversendet werden.

4.3.2003 14:23