Apple will Online-Musikservice starten
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Der Computerhersteller Apple hat der Musikindustrie einen von ihm entwickelten Online-Musikservice für Macintosh-Computer und den iPod präsentiert, der bei den Musiklabels auf große Gegenliebe gestoßen ist. Das berichtet die Los Angeles Times unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Demnach habe Apple-Chef Steve Jobs den Service persönlich allen fünf großen Labels vorgestellt. Die Begeisterung soll so groß gewesen sein, dass der Launch des Services mit Lizenzen von zumindest vier Labels (ohne Sony) bereits in wenigen Monaten erfolgen könnte.
Einfache technische Umsetzung
"Es ist hip, es ist schnell und es ist einfach. Wenn es tatsächlich ein Interesse daran gibt, Musik im Internet zu kaufen und nicht nur zu stehlen, ist das die Antwort", zitiert die LA Times einen begeisterten Teilnehmer der Verhandlungen zwischen Apple und den Labels. Die technische Umsetzung mache es demnach dem User so einfach, Musik aus dem Web zu holen, wie den Online-Einkauf bei Amazon. Der Service soll in eine neue Version von iTunes integriert werden, der Apple-Software zur Organisation von Musikdateien auf Macs. Auch das Marketing-Konzept für den neuen Service sei bei der Musikindustrie gut angekommen. Mit ein paar Klicks soll der User die Musik kaufen und aus dem Netz auf seinen Mac oder iPod saugen können. Dazu sei lediglich eine Registrierung bei Apple erforderlich. Womit auch schon der Nachteil der Software zum Vorschein kommt: Macs kommen lediglich auf einen Anteil von rund drei Prozent an allen weltweit verkauften Computern.
Advanced Audio Codec-Format
Der Apple-Musikservice setzt nicht auf das populäre MP3-Format, sondern auf die hochwertigere Technologie namens Advanced Audio Codec (AAC). Dadurch sollen elektronische Sperren möglich sein, die nur das Abspielen auf einem einzigen Computer erlauben. Services mit ähnlichen Limitierungen waren bisher wenig erfolgreich. Apple will allerdings später auch das Brennen auf CD ermöglichen, was die Sperren beseitigen würde. Über die Kosten für den Musikdienst wurde nichts bekannt. Er soll aber diesbezüglich vergleichbar mit bereits bestehenden Services sein.
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