ÖAMTC startet möglicherweise mit Diskont-Tankstelle
- Eigene Club-Tankstellen mit Avanti als Partner
- Initiative für billigeren Sprit - Preisvorteil von 3 Cent möglich
Der österreichische Autofahrerklub ÖAMTC erwägt den Einstieg in das Tankstellengeschäft. Es gebe Überlegungen zu eigenen Club-Tankstellen, bestätigte der ÖAMTC am Montag einen Zeitungsbericht vom Wochenende. Mit den geplanten Tankstellen will der ÖAMTC eine marktwirtschaftliche Initiative für billigeren Treibstoff setzen.
Hintergrund des Vorstoßes seien die steigenden Spritpreise und die angekündigte Mineralölsteuer-Erhöhung in Österreich und vor allem, dass bisherige Appelle des Clubs an die Mineralölwirtschaft zu Produktpreisen auf EU-Niveau ungehört verhallt seien, heißt es in einer Pressemitteilung des ÖAMTC.
Beispiele der ÖAMTC-Schwesterclubs in Ungarn und Holland zeigten, dass Club-Tankstellen ein erfolgreicher Weg zu günstigeren Kraftstoffpreisen sein können. Daher werde die mögliche Adaptierung eines solchen Systems für Österreich überlegt.
Eigene Club-Tankstellen mit Partner Avanti
Durchführen würde der ÖAMTC das angedachte Club-Tankstellen-System mit einem Partner. Derzeit ist Avanti "ÖAMTC-Vorteilspartner", Clubmitglieder erhalten mit der ÖAMTC-Kreditkarte einen Tankbonus von 1,45 Cent. Es sei daher naheliegend, mit jener Interessenten-Gruppe, die unabhängig von den großen Ölgesellschaften sei, ein derartiges Konzept zu überlegen, so der ÖAMTC.
Avanti ist laut ÖAMTC mit landesweit 100 Tankstellen und einem eigenen großen Tanklager der größte unabhängige Netzbetreiber in Österreich. Wie berichtet ist derzeit neben dem Bieter-Duo Kunze/Grossnig nur die OMV am Kauf der in wirtschaftlich angeschlagenen Avanti interessiert. Bei einem Zuschlag an die OMV, so der ÖAMTC, wäre der Weiterbestand von Avanti als Diskonter gefährdet.
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