Kriegsängste drückten Börsen auf Mehrjahres-Tiefs
- DAX auf tiefsten Stand seit 7 Jahren
- Tokio gar auf 20-Jahres-Tief
·Wiener Börse
Markt schließt
mit Abschlägen
·Börse Tokio
Auf tiefstem Stand seit 20 Jahren
·Immer top-aktuell: Börsenkurse LIVE
ATX, DAX & Co - Laufend aktuelle Kurswerte
Neuerlich haben die internationalen Leitbörsen in der vergangen Handelswoche mit schweren Verlusten aufgewartet. Ohne dass wirklich neue Belastungsfaktoren bekannt wurden, sind am Freitag viele europäische Indizes auf Mehrjahres-Tiefs gestürzt, die Tokioter Börse markierte gar den tiefsten Stand der letzten zwei Jahrzehnte.
Zur Begründung führen Börsianer neben dem sich immer deutlicher abzeichnenden Irak-Krieg die nach wie vor mäßigen Konjunkturaussichten - vor allem in Europa - an.
"Wir sagen es seit Wochen - die Käufer fehlen und daher fallen die Märkte", meinte Erste Bank-Analyst Ricardo Aitzetmüller da Cruz. Es gebe keine Anreize für Aktienkäufe, daher sei momentan niemand zum Aufbau längerfristiger Positionen bereit. Die Teilnehmer stünden an der Seitenlinie und warteten auf eine Lösung des Irak-Konflikts. "Momentan hat nur die Unsicherheit wirklich Bestand", umreißt da Cruz die Stimmung auf den Börsenparketts.
Kritische Worte zu den Aktienmärkten fand der legendäre US-Investor Warren Buffet: Trotz der seit drei Jahren anhaltenden Talfahrt gebe es keine Aktien, die ihn derzeit interessierten. Diese Einschätzung sei Ausdruck der "krankhaften Bewertungen", die es während der Börsenblase gegeben habe. Noch immer habe der Markt an den Folgen zu leiden.
In Europa belastete zusätzlich die Enttäuschung über den laut Volkswirten "halbherzigen" Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) um 25 Basispunkte auf 2,5 Prozent. Der Markt hatte eine Senkung um 50 Basispunkte erwartet. Zudem wird der starke Euro, der am Freitag mit 1,1069 Dollar auf ein Vierjahreshoch zur US-Währung kletterte, zunehmend zum Hemmschuh für exportorientierte Unternehmen. "Die Gewinnentwicklung in Europa verläuft enttäuschend. Die zentrale Frage für die Märkte ist daher, ob die USA die anderen Regionen aus der Krise ziehen kann", sagt Aktienstratege Harald Egger vom Fondsanbieter Erste Sparinvest.
Gegenüber Renten sieht Egger Aktien "attraktiv" bewertet, im historischen Vergleich im "fairen Bereich, aber nicht unbedingt günstig." Mit dem Verweis auf die schlechte technische Verfassung der Märkte würde er mit Neuengagements aber noch zuwarten.
Im Wochenvergleich rutschten die Börsen nahezu ungebremst weiter ab: Der DAX markierte am Freitag den tiefsten Stand seit März 1996 und notierte um 17:30 Uhr mit 2.432 Punkten um 4,5 Prozent unter dem Schluss der Vorwoche. Der Eurostoxx-50 stürzte sogar um 6,5 Prozent auf 2.001 Einheiten ab. Der Dow Jones ermäßigte sich um 2,7 Prozent auf 7.678 Zähler. Die Tokioter Börse beendete den Handel gar auf dem tiefsten Stand seit März 1983, nachdem der Nikkei-225 in dieser Woche 2,6 Prozent auf 8.144 Punkte verloren hatte.
Familiendrama in St. Pölten15:04
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
David Alaba07:48
"Wieder voll angreifen"Der Bayern- und ÖFB-Star hakt die Enttäuschungen ab und schaut nach vorne
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen

