Libro: Vorerhebungen gegen Rettberg & Co beendet
- Der Staatsanwalt hat Causa an Landesgericht weitergeleitet

Die strafrechtlichen Nachwehen der Libro-Pleite gehen in eine entscheidende Phase. Der Fall um die Pleite des größten Buch- und Papier-Anbieters Österreichs ist vom Staatsanwalt an den Untersuchungsrichter weitergereicht worden.
Damit sei das Stadium der Vorerhebungen abgeschlossen, schreibt das "WirtschaftsBlatt" in seiner Samstagsausgabe.
Erstbeschuldigter in dem Akt sei der ehemalige Libro-Vorstand Andre Rettberg, dem laut einem Gerichtssprecher des Wiener Neustädter Landesgerichts "Betrug, Untreue, fahrlässige Krida und unrichtige Aussagen gemäß § 255 Aktiengesetz" vorgeworfen werden. Angebliche Bemühungen einiger Verdächtigter, den Fall von Wiener Neustadt nach Wien zu holen, seien damit endgültig gescheitert.
Im Zuge der gerichtlichen Untersuchungen ist es laut "WirtschaftsBlatt" bei Rettberg, aber auch bei der Wirtschaftsprüfungskanzlei Ernst & Young, die für die Struktur der deutschen Beteiligungen mitverantwortlich gewesen sei, zu Durchsuchungen gekommen. Gegen Ernst & Young selbst werde allerdings im Zusammenhang mit der Causa Libro nicht ermittelt, sondern es seien lediglich Unterlagen zu diesem Fall sicher gestellt worden, bestätigt dem Bericht zufolge der Sprecher des Gerichts.
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