Wienerberger mit Nettogewinn 2002
- 66 Cent Dividende bestätigt - Mehr Gewinn 2003 erwartet
- 400 Mio. Euro für Wachstum in kommenden 3Jahren geplant

Der Ziegelhersteller Wienerberger ist im Geschäftsjahr 2002 zur alten Ertragsstärke zurückgekehrt und hat 2002 nach Verlusten im Jahr davor wieder einen Nettogewinn erzielt. Wie das Unternehmen am Mittwoch ad-hoc mitteilte, erhöhte sich der Gewinn je Aktie von minus 0,29 Euro auf 1,31 Euro. Für 2003 rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Gewinnanstieg. Die Erhöhung der Dividende auf 66 Cent wurde am Mittwoch bestätigt.
Das Betriebsergebnis (EBIT) bei Wienerberger hat sich im vergangenen Jahr von minus 25,8 Mio. Euro auf positive 151,9 Mio. Euro gedreht, operativ (bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge) wuchs es um 129 Prozent auf 151,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs um 60 Prozent auf 323,1 Mio. Euro, operativ stieg es um 37 Prozent auf 302,6 Mio. Euro. Die vorläufigen Zahlen wurden damit leicht nach oben revidiert. Für 2003 geht Wienerberger von einer "operativen Ergebnissteigerung von über 10 Prozent" aus.
Erzielen will Wienerberger diese Gewinnsteigerung vor allem durch die ganzjährigen Konsolidierung der zu Jahresbeginn erworbenen Koramic Roofing-Beteiligung und der bereits im Vorjahr übernommenen Hanson BCE. Weitere Ergebnisverbesserungen in Deutschland durch das höhere Preisniveau und moderates Wachstum in Osteuropa sollten die Ertragssituation ebenfalls positiv beeinflussen, so das Unternehmen. Für heuer ist nach Angaben eines Sprechers ein Umsatzwachstum von 13 Prozent geplant, im Vorjahr sind die Erlöse um 7 Prozent auf 1,653 Mrd. Euro gestiegen.
In den kommenden drei Jahren will Wienerberger zusätzlich zur Akquisition von Koramic Roofing und den laufenden Investitionen mehr als 400 Mio. Euro für Wachstumsschritte ausgeben. In unseren Wachstumsmärkten Osteuropa und USA ziele man auf den Ausbau der Positionen am Markt ab. In Rumänien ist die Errichtung eines neuen Werks geplant. In Westeuropa wolle Wienerberger weiter akquirieren, "um aktiv an der Marktkonsolidierung mitzuwirken und die Marktanteile auszubauen". Große Übernahmen würden dabei aber die Ausnahme bilden, so das Unternehmen.
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