Donnerstag, 6. März 2003

Post mit Gewinneinbruch und Umsatzrückgang 2002

  • Umsatz und Ergebnis weit unter Plan
  • Spartentrennung führte zu fast 30 Prozent höheren Kosten

Die Österreichische Post AG hat im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang und einen dramatischen Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Wie aus Unternehmenskreisen bekannt wurde, hat sich der Betriebsgewinn (Ebit) um 52 Prozent von 23 auf 11 Mio. Euro mehr als halbiert. Der Umsatz ging um knapp 21 Mio. Euro von 1,504 auf 1,484 Mrd. Euro zurück.

Die Ergebnisse sind damit deutlich unter den Erwartungen gelegen. In ihren Plänen hatte die Post sowohl eine Umsatzsteigerung, als auch einen Gewinnanstieg erwartet. Konkret lag die Post beim Umsatz 2002 rund 3 Prozent oder 50 Mio. Euro unter Plan, beim Ebit gar um 76 Prozent oder 34 Mio. Euro.

Grund für den Ergebniseinbruch sind laut Kreisen vor allem Rückgänge im Bereich Brief, Infomail (Werbung) und Medienpost. Darüber hinaus hat die Mitte 2002 erfolgte Teilung des Unternehmens in die fünf Sparten Brief, Infomail (Werbesendungen), Kurier-Express-Paketdienst, Zeitungszustellung (Medienservice) und Filialnetz (Postämter) die Kosten um fast 30 Prozent erhöht: Statt davor monatlich 3,5 Mio. Euro liegen diese nun monatlich bei 4,5 Mio. Euro. Die Zahl der Mitarbeiter in der Unternehmenszentrale soll um 130 Mitarbeiter gestiegen sein.

Die Unternehmensführung wollte die Zahlen heute Donnerstag nicht bestätigen. Man sei aber "auf das Ärgste bestürzt, dass Inhalte, die für den Aufsichtsrat am kommenden Mittwoch bestimmt sind, bereits heute an die Öffentlichkeit gelangt sind", sagte Post-Sprecher Michael Homola.

6.3.2003 14:35