Abramczik-Vorgänger Haubitz wieder Kärnten-Trainer
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
Der bereits neunte Trainer-Wechsel in der laufenden Fußball-Saison der T-Mobile-Bundesliga ist seit Donnerstag perfekt: Der FC Kärnten trennte sich ab sofort von Rüdiger Abramczik und ernannte Johannes Haubitz, der schon im Herbst nach dem Abschied von Heinz Hochhauser für zwei Spiele das sportliche Sagen hatte, zu dessen Nachfolger. Als Co. von Haubitz, der einen Vertrag mit Option bis Sommer erhielt, fungiert Werner Oberrieser.
"Wir können Abramczik nichts vorwerfen, er hat gut arbeitet, aber kein Glück gehabt. Doch er hatte die Vorgabe, nach fünf Frühjahrsrunden mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben, nicht erfüllt", begründete der geschäftsführende Klubpräsident Josef Steindorfer die Entscheidung. Wegen der Bilanz 2003 (nur ein Sieg, ein Remis und drei Niederlangen bei 3:8 Toren) wäre der Verein zum Handeln gezwungen gewesen. "Schließlich geht es um die Existenz des Vereins", so Steindorfer.
Ein unglückliches Händchen
Auch Günter Hafner attestierte dem Deutschen, der erst am 1. Oktober in den Süden Österreichs übersiedelt war, gute Arbeit. "Er hatte jedoch mit seinen Aufstellungen nicht immer eine glückliche Hand gehabt. Zuletzt beim 0:3 gegen den GAK war diesbezüglich überhaupt ein Durcheinander", sagte der Klubmanager. Von seinem Schicksal war Abramczik bereits in der Nacht auf Donnerstag informiert worden. "Er war frustriert und hatte bis zuletzt auf den Kick gehofft", erzählte Steindorfer.
Einvernehmliche Lösung angestrebt
Die Klagenfurter, die bereits zum vierten Mal innerhalb eines knappen Jahres ihren Feldherrn austauschen, streben mit dem Deutschen eine einvernehmliche Lösung an. Sollte eine solche nicht zu Stande kommen, muss Abramczik bis zum Auslaufen seines Vertrages am 30. Juni bezahlt werden. Auf die Frage, warum man Haubitz nicht schon im Herbst als Hochhauser-Nachhauser verpflichtet habe, antwortete Hafner: "Es waren berufliche Gründe, er ist schon seit 25 Jahren in derselben Firma."
Haubitz vorerst bis Sommer
Der Abramczik-Nachfolger hat sich nun aber vorerst einmal bis Sommer von seinem Arbeitgeber beurlauben lassen. "Haubitz ist weder eine billige noch eine zwischenzeitliche Lösung. Wir wollen mit ihm längerfristig arbeiten", versichert Hafner. Der neue "alte" Mann auf der Kommandobrücke möchte die UEFA-Lizenz erwerben und die Laufbahn des Profitrainers einschlagen. "Es ehrt mich, dass ich in einer so schwierigen Situation die Mannschaft übernehme", meinte der 46-Jährige.
Heimspiel gegen SW Bregenz
"Ich habe schon im Herbst gesehen, dass aus ihr etwas herauszuholen ist. Ich werde versuchen, die Leidenschaft, die ich früher als Spieler hatte, an die Mannschaft weiterzugeben." Er stand als Betreuer des Satellitenvereins ASK/FC Kärnten Amateure mit Abramczik stets ins Kontakt. Am kommenden Wochenende wird Haubitz die "Fohlen" in der Regionalliga Mitte coachen. Am 5. April beginnt mit dem wichtigen Heimspiel gegen SW Bregenz dann seine zweite Ära FC Kärnten. Die Klagenfurter liegen nach 26 Runden in der Tabelle als Achter nur je drei Pünktchen vor den Vorarlbergern und Schlusslicht Admira Wacker Mödling.
