Allgemeine Erleichterung nach GP von Australien
- Großes Lob für Sieger Coulthard und F1-Reformen
- IHRE MEINUNG! Wird die Formel 1 wieder spannend? (Kasten)
·Formel 1-Bilder
Der Chaos-Grand-Prix von Melbourne
·DAS ERGEBNIS
Großer Preis von Australien 2003
·WM-Endstand
Schumi zwei Punkte vor Räikkönen!
·F1-Diskussion
Wer holt sich 2004 den Titel?
·Brandneu!
Die Formel 1 Boliden für 2003
·Info-Service
Alle Fakten zum Kurs in Melbourne
·F1-Saison 2002
Die 17 GP´s und Schumis Triumph!
Allgemeines Aufatmen brachte der Formel-1-Auftakt in Melbourne: Michael Schumachers Dominanz wurde endlich durchbrochen, mit seinem vierten Platz landete der Weltmeister erstmals seit 18 Monaten nicht auf dem Siegespodest. Der umjubelte Triumphator hieß McLaren-Mercedes-Pilot David Coulthard. Am Tag danach sprach vor allem die britische Presse den F1-Kapitänen Bernie Ecclestone und Max Mosley großes Lob für die Regelreform aus. Allgemeiner Tenor: "Das Rennen war alles, was sich der Motorsport wünschen konnte."
Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher freute sich nach dem ernüchternden Saisonauftakt in Melbourne auf den Kurzurlaub mit Ehefrau Corinna in der Sonne. Dennoch beschäftigte er sich noch im Flieger mit seiner Auftakt-Niederlage im Albert Park. "Das war ja mal ein mehr als interessantes Rennen. Diesmal habe ich eine echte Aufgabe vor mir, wenn ich im Flugzeug noch mal das Rennen auf Video anschaue", sagte der 34-Jährige. Der fünffache Weltmeister war als Vierter hinter dem Schotten David Coulthard im McLaren-Mercedes, dem Kolumbianer Juan-Pablo Montoya im Williams-BMW und dem finnischen Markenkollegen Coulthards, Kimi Räikkönen, erstmals seit 18 Monaten nicht auf das Siegertreppchen gefahren.
Lob für Ecclestone und Mosley
In der internationalen Presse löste das Ergebnis Erleichterung aus und nährte die Hoffnung, dass nach langer Zeit der Dominanz von Ferrari und Michael Schumacher endlich wieder die Spannung in die Formel 1 zurückkehrt. Vor allem in den britischen Zeitungen erhielten Formel-1-Chef Bernie Ecclestone und der Präsident des Internationalen Automobilverbandes (FIA), Max Mosley, viel Lob für die von ihnen diktierte und durchgesetzte Regelreform. "Wenn Bernie Eccelstone und Max Mosley Drehbuchautoren wären, hätten sie schon längst einen Anruf aus Hollywood erhalten", schrieb "The Independent". Der "Daily Telegraph" sah "ein Rennen voller Ereignisse, ununterbrochener Spannung und ein Ferrari-freies Podest - alles, was sich der Motorsport nach Einführung der neuen Regeln wünschen konnte".
Erstaunen in Italien
In der italienischen Heimat von Ferrari war das Erstaunen größer als das Erschrecken über das Ergebnis von Melbourne. "Schumacher tritt vom Siegerpodest ab und wird menschlich. Ferrari nicht auf dem Podium? Wie aus einem anderen Jahrhundert", schrieb der "Corriere della Sera".
Coulthard: "Ermutigend für die Formel 1"
"Wenn es eine Kombination aus Strategie-Fehlern sowie ein Einzelfehler von Michael war, dann ist es ermutigend für die Formel 1", meinte Auftaktsieger Coulthard zu Ferrari. "Sie haben in der Vergangenheit in Sachen Taktik 'kugelsicher' ausgesehen, und Michael hat keinen Fehler gemacht. Aber ich habe immer gesagt, dass ein Michael unter Druck auch Fehler machen wird und das war vielleicht heute so", kombinierte der Schotte.
Keine neuen Boliden in Malaysia
Während im Albert Park die Tribünen abgebaut wurden, bereitet sich Kuala Lumpur auf die Ankunft des Formel-1-Trosses vor. Während Michael Schumacher, der beim Großen Preis von Australien wie die Rivalen von McLaren-Mercedes im Vorjahresmodell unterwegs gewesen war, an einem geheimen Ort die Zeit bis zum nächsten Rennen am 23. März überbrückt, testet Ferrari weiter den neuen F2003-GA. Ein Einsatz schon in Malaysia scheint allerdings nahezu ausgeschlossen. "Wenn alles normal gelaufen wäre und nicht so chaotisch, wie es letztlich war, hätte ich eine realistische Chance auf den Sieg gehabt. Unser Auto ist also stark genug", schrieb Schumacher auf seiner Homepage (http://www.michael-schumacher.de).
Schumi II lobt McLaren
"Das Auto ist zu neu. Wir haben noch kein Vertrauen in seine Zuverlässigkeit", nannte Ross Brawn, der Technische Direktor des Teams aus Maranello, einen der Gründe für die Zurückhaltung. Auch Ralf Schumacher rätselte über die wahre Stärke von Ferrari, hatte aber auch ein dickes Lob für die Sieger parat. "McLaren ist eine Wucht: Einer startet mit den falschen Reifen, der andere aus der Boxengasse, und trotzdem sind sie ganz vorne: Respekt!", schrieb der Wahl-Österreicher auf seiner Homepage (http://www.ralf-schumacher.de).
