Freitag, 7. März 2003

Janica Kostelic gewinnt auch Slalom von Aare

  • Pärson Zweite, Bergmann Dritte; Schild auf Rang 9
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Janica Kostelic und Anja Pärson bleiben im Damen-Slalom weiterhin eine Klasse für sich. Die kroatische Weltcup-Gesamtsiegerin setzte sich am Samstag in Aare mit 0,63 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin durch und ist nun mit 16 Slalom-Weltcupsiegen die alleinige Nummer drei in der ewigen Bestenliste. Nur die beiden Schweizerinnen Vreni Schneider (34 Torlauf-Erfolge) und Erika Hess (21) liegen noch vor Kostelic.

Für die Österreicherinnen gab es im letzten Rennen vor der Finalwoche in Norwegen ohne Nicole Hosp ein durchschnittliches Ergebnis: Marlies Schild belegte Rang neun, Sabine Egger kam nach drittbester Laufzeit im zweiten Durchgang auf Platz 14, Karin Truppe wurde 20. und schaffte damit den Sprung nach Lillehammer.

Elisabeth Görgl stürzte im zweiten Lauf und verpasste als 28. auf Grund der Zeitregel Weltcup-Punkte, Carina Raich war bereits im ersten Durchgang ausgeschieden und fehlt damit in Norwegen. "Mit diesem Ergebnis wären wir am Anfang der Saison zufrieden gewesen. Es ist kein Beinbruch", meinte Slalom-Coach Bernd Brunner.

"Marlies hatte Probleme mit dem Knie und ist nicht ins Fahren gekommen, 'Liz' hat zu viel riskiert, Sabine hatte einen Super zweiten Lauf - doch sie müsste einmal in beiden Durchgängen ihre Schmerzen vergessen", so der ÖSV-Torlauf-Trainer. "Niki" Hosp geht es nach ihrem Sturz im Riesentorlauf schon wieder besser, sie überlegte sogar kurzfristig einen Slalom-Start, am Ende siegte aber doch die Vernunft und die zweifache Medaillen-Gewinnerin verzichtete auf ein Antreten.

Im Austragungsort der alpinen Weltmeisterschaften von 2007 war der Erfolgshunger von Janica Kostelic trotz des vorzeitig gewonnenen Gesamtweltcups immer noch nicht gestillt. Die 21-jährige Ausnahme-Fahrerin holte sich ihren 19. Weltcupsieg (16x Slalom und 3x Kombination) und fünften Saisonerfolg im Slalom. Lokalmatadorin Anja Pärson musste sich mit Platz zwei begnügen. Die Überlegenheit der beiden zeigt sich auch darin, dass seit den Olympischen Spielen in Salt Lake City keine andere Läuferin außer Kostelic und Pärson einen Slalom gewonnen hat. Die Konkurrenz des restlichen Feldes "gewann" die Deutsche Monika Bergmann als Dritte - der zweite Stockerl-Platz ihrer Karriere nach Lienz im Dezember 2001.

"Als ich die Zeit von Anja im zweiten Lauf gesehen habe, dachte ich dieses Rennen kann ich nicht mehr gewinnen", meinte Kostelic. Die Führende nach dem ersten Durchgang fuhr aber erneut Laufbestzeit und war überglücklich: "Ich wusste, wie sehr Anja hier in der Heimat gewinnen will." Für Pärson, die nun auch Zweite im Gesamtweltcup ist, bleibt das Duell mit Kostelic im Mittelpunkt. Auch wenn Slalom- und Gesamt-Weltcup bereits entscheiden sind: "Es ist spannend wenn wir fahren." Bereits am Sonntag "beginnt" in Norwegen das Weltcup-Finale. In Kvitfjell steht um 11.00 Uhr das erste Abfahrtstraining der Damen auf dem Programm, bei den Damen sind noch die Weltcup-Wertungen in Abfahrt, Super G und Riesentorlauf offen.

7.3.2003 15:04