Schönfelder holt Shigakogen-Slalom-Sieg
- Ex aequ mit Palander - Manfred Pranger auf Rang fünf
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Die Siegesserie von Kalle Palander im alpinen Slalom-Weltcup hat sich am Samstag zwar fortgesetzt, Rainer Schönfelder feierte in Shigakogen aber dennoch seinen zweiten Saison-Erfolg. Der Kärntner und der Finne gewannen den vorletzten Saison-Torlauf ex aequo, womit Palander im Spezial-Weltcup vor dem Finalrennen am Sonntag nächster Woche in Hafjell die Führung vor dem Kroaten Ivica Kostelic übernommen hat. In der Gesamtwertung blieb der Tiroler Stephan Eberharter 93 Punkte vor Bode Miller in Front.
Der US-Amerikaner fädelte schon früh im ersten Lauf ein, womit das Japan-Intermezzo für Eberharter trotz der Riesentorlauf-Absage am Vortag doch noch einen guten Ausgang nahm. Der Zillertaler kommt nun als Favorit zum Saison-Finale nach Norwegen, obwohl Miller in allen vier noch ausstehenden Rennen starten wird. Doch Eberharter sollte seine Führung in Abfahrt und Super G eventuell ausbauen und diese bei einer Steigerung im Riesentorlauf halten können. Im Slalom startet vermutlich nur Miller, da war er heuer aber eher schwach.
Durch den frühen Ausfall Millers in Shigakogen hatte der Torlauf-Ausgang die ganze Aufmerksamkeit sicher. Schönfelder nützte vorerst seine Nummer eins zur Zwischenbestzeit, die in der Startreihenfolge unmittelbar danach folgenden Benjamin Raich und Manfred Pranger kamen vor dem Italiener Giorgio Rocca und Kostelic auf die Ränge drei und vier. Palander stellte seine Topform mit Nummer sechs unter Beweis, der Sieger von Kitzbühel, Schladming und Yongpyong wurde acht Hundertstel hinter "Schöni" Zweiter.
In der Entscheidung hielt die Piste länger als im ersten Lauf, was vorerst Lokalmatador Akira Sasaki nützte. Der Zweite von Wengen verbesserte sich von Platz 15 auf sechs und wurde erst von Kostelic von der Spitze verdrängt. Doch postwendend verdrängte Wengen-Sieger Rocca den Weltmeister, ehe Pranger hinter dieses Duo zurückfiel. Ein Einfädler a la Miller beendete die Konkurrenz für Raich rasch, doch Palander behielt die Nerven und übernahm die Führung, Schönfelder stellte die Zeit des Skandinaviers schließlich ein.
Ex aequo? Schönfelder: "Egal!"
Den 25-jährigen Bleiburger störte es überhaupt nicht, seinen zweiten Saison-Erfolg nach dem Auftakt-Torlauf im November in Park City teilen zu müssen: "Wenn ich mit Zehn ex aequo bin, ist mir das auch egal. Dieser Sieg freut mich sehr. Ich bin zuletzt ein bisschen außer Tritt gekommen, aber heute hab' ich das vergessen lassen. Die Piste war im zweiten Lauf wie auch die Sicht in Ordnung", meinte der nun vierfache Sieger von Weltcup-Slaloms. Zu Beginn des zweiten Laufs hatte es allerdings noch stark geschneit.
Bei vier Siegen in Weltcup-Torläufen hält nun auch Palander, wobei er diese eben in Serie für sich entschied. Vor dem saisonalen Showdown in Skandinavien liegt er in der Spezial-Wertung nun 34 Punkte vor Kostelic, womit ihm in Hafjell auf jeden Fall Rang zwei zum Gewinn der kleinen Kristallkugel reichen würde. "Mit dieser Weltcup-Führung ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Das ist für mich genauso wichtig wie der Sieg in Kitzbühel. Es war ein gutes Rennen von mir, aber auch von Rainer."
Vier Österreicher in Punkterängen
Die Reihung hinter dem Sieger-Duo lautete schließlich Rocca (+0,44 Sekunden), Kostelic (1,11), Pranger (1,55) und Sasaki (1,57). Von den Österreichern klassierten sich noch Heinz Schilchegger (17./2,66) und Kurt Engl (18./2,68) in den Punkterängen. Ex-Weltmeister Mario Matt, Martin Marinac und Reinfried Herbst waren schon im ersten Lauf ausgeschieden, im zweiten Durchgang neben Raich auch der Halbzeit-Achte Kilian Albrecht. Florian Seer war nicht gestartet.
