Mittwoch, 5. März 2003

RTL in Aare: Pärson gewinnt! ÖSV-Team enttäuscht!

  • Obermoser als 14. beste Österreicherin
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Mit einem Heimsieg für die schwedische Weltmeisterin Anja Pärson sowie einem Tiefschlag für Österreichs Damen hat der Flutlicht-Riesentorlauf in Aare geendet. Pärson gewann vor den beiden Italienerinnen Daniela Merighetti und Denise Carbon, Brigitte Obermoser wurde als 14. beste Österreicherin. Die Kroatin Janica Kostelic belegte Platz sechs und steht damit fünf Rennen vor Schluss endgültig zum zweiten Mal nach 2001 als Weltcup-Gesamtsiegerin fest.

Kostelic profitierte auch von Patzern ihrer Konkurrentinnen. Michaela Dorfmeister fiel aus, Karen Putzer wurde nur Neunte, damit ist die 21-jährige Doppel-Weltmeisterin in den restlichen fünf Rennen nicht mehr einzuholen und könnte theoretisch die nach dem Saisonende geplante Operation des verletzten Knies vorziehen. Für die dreifache Olympiasiegerin von Salt Lake City 2002 ist der zweite Gewinn der großen Kristallkugel jedenfalls ein weiterer Meilenstein.

ÖSV-Team enttäuscht
Für Österreichs Damen ging hingegen wenige Tage nach dem tollen Dreifach-Sieg beim Speed-Triple in Innsbruck fast alles schief. Michaela Dorfmeister und Nicole Hosp stürzten schon im ersten Durchgang, Brigitte Obermoser lag trotz eines Fehlers zunächst auf Platz fünf, patzte aber auch im zweiten Durchgang auf dem Weg zur Bestzeit kurz vor dem Ziel erneut kräftig.

Von der Zwischenzeit bis ins Ziel verlor die Salzburgerin fast zwei Sekunden und fiel auf Platz 14 zurück. Elisabeth Görgl wurde 16. und verpasste das WC-Finale im Riesentorlauf lediglich um einen Punkt, Alexandra Meissnitzer wurde enttäuschte 18. Erstmals in dieser Saison gab es damit nicht einmal einen Top-Ten-Platz in dieser Disziplin. "Wenn du nichts riskierst, gewinnst du nichts", nahm Dorfmeister ihren ersten Saisonausfall im Riesentorlauf zur Kenntnis.

Dorfmeister und Hosp hätten es wie Obermoser aber durchaus in der Hand gehabt, im vorletzten Riesentorlauf der Saison zumindest auf das Podest zu fahren. Aber Dorfmeister stürzte mit Startnummer eins, mit Nummer zwei erwischte es dann auch Hosp. Die 19-jährige Saison-Senkrechtstarterin blieb in ihrem ersten Rennen nach der WM nach absolut bester Zwischenzeit an einem Tor hängen, wurde ausgehebelt, flog hart auf den Rücken und blieb lange mit schmerzverzerrtem Gesicht im Netz liegen.

Trotz der schlimmsten Befürchtungen hatte die zweifache WM-Medaillen-Gewinnerin von St. Moritz aber Glück im Unglück. ÖSV-Teamarzt Andreas Hartmann stellte bei der Erstuntersuchung eine Kapselzerrung im linken Knie sowie eine Oberarmprellung fest, die Bänder im Knie waren glücklicher Weise heil geblieben. Hosp verbrachte die Nacht bereits wieder im Mannschaftsquartier und wird am Freitag zu einer MRI-Untersuchung nach Östersund fahren.

Pärson nutzte Heimvorteil
Strahlende Siegerin war Pärson, die ihren Heimvorteil perfekt ausspielte und auf der für höhere Nummern kritischen Piste 12/100 Sekunden Vorsprung auf die überraschend starken Italienerinnen ins Ziel rettete. Nach ihrem dritten RTL-Sieg in Folge geht Pärson nun auch als Führende der Disziplinen-Wertung ins letzte Rennen.

Überraschungs-Zweite
Imposant aber auch Merighetti: Mit Startnummer 38 qualifizierte sich gerade noch für das Finale und profitierte dort als 29. von ihrer frühen Startnummer. Gleich 28 Plätze machte sie gut und verpasste trotz dieser rekordverdächtigen Verbesserung ihren ersten Weltcup-Sieg nur hauchdünn.

Weiteres Programm Aare:
Samstag: Slalom (09:30 und 12:00 Uhr)
SLALOM LIVE AUF NEWS-NETWORLD!

Alle Weltcup-Riesentorlauf-Siegerinnen in Aare:
6. März 2003: Anja Pärson
31. Jänner 2002: Michaela Dorfmeister (AUT)
11. März 2001: Sonja Nef (SUI)
17. Februar 2000: Sonja Nef (SUI)
24. Februar 1999: Anita Wachter (AUT)
22. Februar 1999: Alexandra Meissnitzer (AUT)
28. Jänner 1998: Martina Ertl (GER)
19. Februar 1995: Anita Wachter (AUT)
27. März 1993: Carole Merle (FRA)
14. März 1971: Annemarie Moser-Pröll (AUT)

5.3.2003 10:45