Sonntag, 9. März 2003

Goldberger macht Fortschritte - Nähte sind entfernt

  • Schon erste Versuche am Ergometer

Die Genesung des vor etwas mehr als zwei Wochen an der linken Schulter operierten Andreas Goldberger macht Fortschritte. "Es ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Die Nähte sind heraußen, er hat auch schon erste Versuche am Ergometer gemacht", berichtete Dr. Georg Lajtai von der Privatklinik im Altis-Zentrum in Althofen. Goldbergers Zustand sei sehr zufriedenstellend. "Es geht ihm sehr gut und er hat keine Schmerzen."

Zwei bis drei Mal pro Tag absolviert der Skiflug-Weltmeister von 1996 Therapien, ein Keil verhindert, dass der 30-jährige Oberösterreicher den verletzten Arm anlegt, um den Heilungsprozess nicht zu stören. Derzeit wird auch ein spezieller Schulterpolster hergestellt, damit Goldberger in den nächsten Tagen auch mit Unterwassertherapie beginnen kann. "Es ist ein großer Schritt getan, weil die Narbe gut abgeheilt ist", meinte Lajtai, der die vierstündige Operation am 23. Februar vorgenommen hatte.

Federer leistete Goldi Gesellschaft
Mittlerweile war auch Goldbergers Manager Edi Federer zu einer größeren Vorsorgeuntersuchung in der Privatklinik untergebracht, nicht zuletzt auch, um seinen Freund und Schützling Gesellschaft zu leisten. Federer steckt freilich auch noch in den "Erfolgs-Nachwehen" seines anderen Schützlings Adam Malysz, der sich im Val di Fiemme zum Doppel-Weltmeister gekürt hatte. Der kleine Adam wird in Polen noch mehr vergöttert als zuvor, bei seiner Heimkehr vergangenen Samstag in aller Früh stand ganz Wisla auf der Straße und bejubelte den größten Sportler Polens, berichtete Federer. Dabei wird der offizielle Empfang für Malysz erst später erfolgen, vielleicht auch noch als Weltcup-Gesamtsieger, auch dazu hat "Batman" noch alle Möglichkeiten.

Polnische Adler im Aufschwung
Malysz-Manager Federer ortet gute Chancen für die weitere Entwicklung im polnischen Sprungsport. "Ich hatte zuletzt sehr viele Möglichkeiten, live im polnischen Fernsehen aufzutreten", so Federer. Er sei zuletzt immer gefragt worden, wann denn ein zweiter Adam komme. Die polnische Wirtschaft und Industrie ist für seine Vorschläge in Sachen Nachwuchsarbeit jedenfalls nun zugänglicher als je zuvor. Der Vertrag Federers mit dem polnischen Verband läuft übrigens auf jeden Fall bis zu den Olympischen Spielen 2006.

9.3.2003 14:26