Mittwoch, 5. März 2003

Italien verabschiedet Regel bez. Ausländer-Transfers

  • Umstrittene und unausgewogene Regelung
  • Italien will sich für EM 2012 bewerben

Mit einer umstrittenen Regel versucht der italienische Fußballverband (Figc), die Zahl der Ausländer aus Nicht-EU-Staaten in den Ligen zu reduzieren. Ab der nächsten Saison dürfen die Erst- und Zweitligisten keine zusätzlichen Nicht-EU-Ausländer mehr unter Vertrag nehmen. Teams mit Nicht-EU-Ausländern dürfen maximal einen neuen Spieler aus einem Nicht-EU-Land verpflichten, wenn sie zuvor mindestens einen ins Ausland abgegeben haben. Die Erstliga-Aufsteiger dürfen ungeachtet ihrer aktuellen Zahl an Nicht-EU-Ausländern maximal drei neue verpflichten.

Bestraft werden durch die neue Regel vor allem die Erstligisten Empoli und Modena sowie der Zweitligist aus Messina, die derzeit keine Nicht-EU-Ausländer im Team haben. Während diese Clubs auch in Zukunft keine Profis aus den betreffenden Ländern verpflichten dürfen, können Inter Mailand und AC Parma mit ihren derzeit jeweils 13 Spielern aus Nicht-EU-Staaten beim Verkauf eines Nicht-EU- Ausländers sogar noch einen neuen holen.

Italien will sich für EM 2012 bewerben
Italien will sich für die Ausrichtung der Fußball-EM-Endrunde 2012 bewerben. Der italienische Verband wird eine Kommission zur Prüfung einer möglichen Kandidatur einrichten, erklärte Figc-Präsident Franco Carraro. "Die EM 2012 würde uns nicht nur einen Image-Gewinn bescheren, sondern auch bei der Privatisierung der Stadien helfen", sagte Carraro in Rom.

Zuletzt hatte Italien die Fußball-WM 1990 ausgerichtet. Die offizielle Bewerbungen für 2012 müssen der Europäischen Fußball-Union (UEFA) spätestens im kommenden Jahr vorgelegt werden. Im Jahr 2006 wird die UEFA über den Austragungsort für die EM 2012 entscheiden. 2004 findet die Euro in Portugal, 2008 in Österreich und der Schweiz statt.

5.3.2003 12:18