Jara-Klub HSV befürchtet 12,5 Mio.Euro Verlust
- Vorstandschef: "Weiteres Jahr mit solchen Zahlen nicht leistbar"
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Das Defizit des von Kurt Jara trainierten Hamburger SV fällt in der laufenden Saison höher als erwartet aus. Der deutsche Fußball-Bundesligist rechnet mit einem Verlust von 12,5 Mio. Euro. "Ein weiteres Jahr mit solchen Zahlen kann sich der HSV nicht leisten", sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann der "Bild"-Zeitung (Dienstag-Ausgabe). Für die nächste Saison planen die Hanseaten eine ausgeglichene Bilanz. Hoffmann: "Da sehe ich für die Erteilung der Lizenz keine Probleme."
Der Verlust resultiert größtenteils aus einem Transfer-Defizit und zusätzlichen Personalkosten. Allein die Verpflichtung des vier Mio. Euro teuren Argentiniers Ledesma, der bisher nur zu kurzen Einsätzen kam, und die Abfindung von 1,3 Mio. Euro für den nach China gewechselten Albertz haben ein Loch in die Vereinskasse gerissen. Zudem fielen durch die Kirch-Krise die Einnahmen aus dem Verkauf der TV-Rechte geringer als kalkuliert aus.
In der kommenden Saison sollen keine teuren Spieler verpflichtet werden. "Wir wollen unseren Kader von 26 Profis verkleinern. Der ist für unsere momentane Situation zu groß", sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer am Dienstag. Selbst wenn der HSV einen UEFA-Cup-Platz erreichen sollte, will sich der Verein von Spielern trennen. Ob Ledesma gehen soll, ließ Beiersdorfer offen: "Er ist erst acht Monate da, man muss ihm Zeit geben."
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