The day after: Irak unter jahrelanger US-Besatzung
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Wie ist der Irak nach einer US-Invasion zu stabilisieren? Nach verschiedenen Plänen sollen zunächst zwischen 75.000 und 200.000 Soldaten im Irak stationiert werden. Die größte Herausforderung wird nach einer neuen Studie der Wiederaufbau des zerstörten Landes sein. Dutzende Milliarden Dollar sollte es kosten, die von den USA und seinen Alliierten angerichteten Verheerungen wieder zu beseitigen.
Der Wiederaufbau des Irak nach einem möglichen Krieg wird für die USA nach einer US-Studie eine Mammutaufgabe sein, die über Jahre hinweg dutzende Milliarden Dollar verschlingen wird. Sollten die Vereinigten Staaten den irakischen Machthaber Saddam Hussein stürzen, erfordere die Umsetzung ihrer Interessen "einen außerordentlichen Einsatz an finanziellen und menschlichen Ressourcen zum Wiederaufbau in der Übergangsphase nach einem Krieg", hieß es in der in Washington veröffentlichten Studie einer hochkarätig besetzten Gruppe von US-Außen- und Sicherheitsexperten.
Jährlich rund 20 Mrd. Dollar nötig
Für die Nachkriegszeit seien jährlich rund 20 Milliarden Dollar (18 Milliarden Euro) über mehrere Jahre notwendig. Dieser Betrag könnte sich noch erhöhen, sollte das US-Kontingent zur Friedenssicherung 75.000 Mann übersteigen.
"Irak: der Tag danach"
In ihrer Studie unter dem Titel "Irak: der Tag danach" werfen die Experten der US-Regierung vor, den Kongress und die Öffentlichkeit bisher über das Ausmaß und die Aufgaben des Wiederaufbaus im Irak im Unklaren gelassen zu haben. Die Arbeitsgruppe macht der Regierung von US-Präsident George W. Bush in ihrer Studie vier Vorschläge für einen erfolgreichen Wiederaufbau nach einem Krieg: So solle Bush "dem Kongress und dem amerikanischen Volk" ein über mehrere Jahre geplantes Programm für die Nachkriegszeit unterbreiten, das auch die Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe enthalten müsse.
Außerdem müsse der Schutz der Zivilbevölkerung sichergestellt sein, fordern die Experten. Dies sei "der Schlüssel, um den Frieden zu gewinnen". Dafür solle die US-Armee unter anderem für die öffentliche Sicherheit, die Versorgung mit humanitärer Hilfe, den Schutz von Flüchtlingen und die Einrichtung eines Polizeiapparates sorgen. Sobald wie möglich solle die Bürde des Wiederaufbaus zudem mit internationalen Organisationen wie dem Welternährungsprgramm (WFP) geteilt und die Bevölkerung am Übergangsprozess beteiligt werden. Iraker sollten auch nach dem Sturz von Saddam Hussein Schlüsselpositionen in der Verwaltung und öffentlichen Einrichtungen behalten. Um Abspaltungsbestrebungen von Volksgruppen wie Kurden oder Schiiten zu vermeiden, müssten die USA die Einrichtung föderaler Strukturen und einer neuen Verfassung vorantreiben.
Die Expertengruppe unter dem Vorsitz des früheren US-Verteidigungsministers James Schlesinger und des ehemaligen Staatssekretärs im US-Außenministerium, Thomas Pickering, war vom Council of Foreign Relations ins Leben gerufen worden, einem in New York ansässigen Institut für internationale Studien.
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