UN-General Annan und Papst appellieren für Frieden
- Annan strebt Kompromiss bei Irak-Resolution an
- Hussein hält heute neue Rede an das irakische Volk (Kasten)
·'No War!'
Islam-Konferenz für friedliche Lösung
·Kriegs-Gefahr
Kurdisches Dorf als "Terror-Camp"?
·Gewaltaufgabe
The day after: Irak mit US-Besatzung
·Saddam ins Exil
Arabische Emirate machen Angebot!
·Für Deutsche
Bush bedrohlicher als Saddam
·Irak-Krise
Raketenzerstörung hat begonnen!
·Iraks Truppen
Bilder! So stark ist Saddams Armee
Während sich die USA immer intensiver auf einen baldigen Krieg gegen den Irak vorbereiten und weitere Soldaten an den Golf schicken, kommen Friedensappelle aus dem Vatikan und den Vereinten Nationen. Papst Johannes Paul II. und UNO-Generalsekretär Kofi Annan drängen auf eine friedliche Entwaffnung Saddams. Dieser hält ungeachtet dessen heute eine Rede an sein Volk, in der er dieses wohl wieder auf einen Krieg einstimmen wird (Kasten rechts).
Annan hat an die Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen appelliert, in der Frage einer neuen Irak-Resolution einen Kompromiss zu finden. Annan, der am Dienstag zu seinem monatlichen Essen mit den 15 UNO-Sicherheitsratsmitgliedern in New York zusammengekommen war, habe insbesondere die fünf ständigen Ratsmitglieder aufgefordert, eine einheitlich Linie zu finden, erklärte ein UNO-Sprecher.
Die USA und Großbritannien wollen möglichst bald eine Resolution im Sicherheitsrat verabschiedet wissen, die feststellt, dass der Irak seine letzte Chance zur Abrüstung vertan hat und somit ein militärisches Vorgehen ermöglicht. Dagegen sind die ständigen Mitglieder Frankreich, Russland und China für die Fortsetzung der Waffeninspektionen durch die UNO.
Papst setzt auf fasten, beten und verhandeln
Der Aufruf Johannes Pauls II. zu einem weltweiten Tag des Betens und Fastens für den Frieden am Aschermittwoch ist der vorläufige Höhepunkt einer Reihe von geradezu fieberhaften Aktivitäten des Papstes zur Verhinderung eines Krieges im Irak. Grund zur besonderen Freude im Vatikan ist die Tatsache, dass nicht nur Katholiken in aller Welt, sondern auch die Anglikaner sowie viele protestantische Gemeinschaften sich dem Aufruf angeschlossen haben.
Als Mann des Glaubens setzt Johannes Paul II. darauf, dass das Gebet die Herzen derer verändert, die mitmachen, und dass es auch dann etwas bewirkt, wenn die harte politische Realität der Gegenwart diese Hoffnung zu widerlegen scheint.
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